Freitag, 2. Dezember 2011

Mandelsplitter



Meinen heutigen Post widme ich meiner Mutter. Und zwar aus einem ganz simplen Grund.

Jahrelang haben wir wegen meines Vegetarismus und Veganismus gestritten.
Heute allerdings hat sich meine Mutter die mit der Technik vollkommen auf Kriegsfuß steht an den PC begeben und vegane Onlineshops gegoogelt. Dass sie dann mit dem Angebot überfordert war und mich angerufen hat (ich muss bei dem Paket jetzt ganz überrascht tun...) um zu erfragen was gut ist, ist dabei vollkommen nebensächlich.

Sie hat sogar berichtet, dass sie vollkommen ahnungslos im örtlichen Bioladen stand, nur um Nikolaussachen für mich zu finden, insofern: Ich finde es schön. Schön, dass wir seine Ebene gefunden haben, auf der wir miteinander auskommen und uns gegenseitig nicht das Leben schwer machen. Denn eigentlich verstehen wir uns wirklich gut und ich finde es schon lange schade, dass das immer ein Reibungspunkt sein musste.

Die oben abgebildeten Plätzchen sind die, die sie vor ein paar Jahren, als sie versucht hat das erste Mal Weihnachtssüßigkeiten für mich herzustellen. Statt der üblichen Milchschokolade hat sie einfach schwarze Schokolade verwendet. Und obwohl ich eigentlich nicht der größte Fan von schwarzer Schokolade bin, finde ich sie bis heute köstlich.
Ich mache die, auch weil sie schnell gehen, in verschiedenen Varianten, also mit "Milch"schokolade, weißen und schwarzen Sorten mehrere Male während der Adventszeit, so habe ich eine größere Auswahl.

das braucht man:

*100g gestiftelte Mandeln
* 100g Schokolade (hier: GEPA Grand Noir)

so wirds gemacht: 

Schokolade schmelzen (ich empfehle: im Wasserbad), Mandeln einrühren und gut mischen, bis alle Stifte mit Schokolade bedeckt sind; dann mit zwei Teelöffeln kleine Häufchen formen und auf einem Backpapier absetzen, da mindestens eine Stunde trocknen lassen.


Kleiner Tipp am Rande (für den ich kein Geld bekomme ;) ):
Zotter hat in seinem Weihnachtssortiment unter anderem weiße Sojakuvertüre (auch normale Sojakuvertüre). Zotter erhält man in den meisten Welt- oder Schokoladenläden, sowie im Onlinehandel.

Kommentare:

  1. lecker, das werd ich dieses jahr auch probieren, sobald ich in der heimat bin :) danke für das rezept! vor allem ist es schön, dass deine mama sich solche mühe gibt, dich zu unterstützen! LG
    ps. ich habe jetzt erst gesehen dass du schon 8 jahre lange vegan lebst: respekt!!!

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  2. Naja, ich hatte eine "hauptsächlich vegan"-Phase dazwischen, in der ich auch vegetarisch gegessen habeso "richtig vegan" bin insgesamt (wenn man die Phase rausrechnet) ca 6 Jahre :)

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  3. Lecker! Und so einfach gemacht, die mache ich demnächst, sobald ich wieder fit bin, denn ich liebe diese Dinger :)

    PS: und immer noch total froh über den Adventskalender :)

    Ich hoffe meine Mama lernt es irgendwann auch, meine Ansichten zu akzeptieren, in welcher Hinsicht auch immer....sie tut sich mit allem schwer, egal wie harmlos oder "gut" es andere finden würden

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  4. wer liebt sie nicht ^^
    Ich hab die als Kind immer mit Cornflakes gemacht, aber so sind sie einfach weihnachtlicher und eigentlich mindestens genauso gut.

    Ich freue mich so, dass er dir gefällt :)

    Und ich bin mir sicher, dass deine Mutter irgendwann damit umgehen kann. Selbst meine Eltern (und die sind bei sowas echt furchtbar konservativ) haben das irgendwie langsam mal auf die Reihe gekriegt und wenn die das hinkriegen....
    Ich bin da zuversichtlich!

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  5. Aber klar *mampf* ;)

    Hmmm, du gibst mir ein bisschen Hoffnung.... nur wahrscheinlich muss ich erst selber Mutter werden oder so, damit meine Mutter merkt, dass die Entscheidungen, die ich treffe, auch "reif" sind....Eltern sind so kompliziert :D

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  6. Ne, ich glaube das ist so ein Eltern-Kinder-Ding. Für die wirst du immer irgendwie die kleine 6-jährige bleiben, die ohne Hilfe und Anweisungen in der großen weiten Welt verloren ist.

    Ich schätze ews ist schwer zu begreifen, dass sich das dann auf einmal wendet und man mit den alltäglichen Sachen, vielleicht auch mit gesamtgesellschaftlichen Mentalitätsänderungen, nicht zurecht kommt und stattdessen die Kinder "besser" in der Welt zurechtkommen.

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