Freitag, 27. Januar 2012

Lieblingszitat #1


“Wenn ich verpflichtet bin, meinen Mitmenschen kein Leid zuzufügen, so geschieht das weniger, weil sie vernünftige, sondern vielmehr, weil sie empfindende Wesen sind. Da nun Menschen und Tiere das gleiche Empfindungsvermögen haben, kommt ihnen auch das Recht zu, sich vom anderen nicht misshandeln und quälen zu lassen.”
Jean-Jacques Rousseau, “Über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen”, 1755

Kommentare:

  1. Schade, dass Rousseau leider nur begrenzt als moralisches Vorbild dient. Seine Demokratietheorie ist nämlich im Zemtrum dysfunktional. Er geht von einem volonte generale aus, einen allgemeinen gemeinsamen Willen aller Menschen einer Gesellschaft. Das Problem dabei: Der Minderheitenschutz: Menschen mit Migrationshintergrund, GLBTQ, Kinder, Frauen etc. haben legitimerweise u.U. andere Interessen als die Mehrheit der dicken, weißen, alten Männer, welche den volonte generale bestimmen.
    Deshalb (Achtung erhobener Zeigefinger im Anflug): Rousseau ist vielleicht nicht die beste Quelle um dem Schutz schützenswerter Gruppen von Lebewesen einen intellektuell-philosophischen Anstrich zu verleihen.

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    1. Das ist mir soweit bekannt, wenn ich ihn auch fast ausschließlich aus staatstheoretischer Sicht behandelt habe.
      Und trotzdem ich bei Voltaires bissiger Kritik an den Rousseu'schen Maximen und Gedanken innerlich heftigst Beifall geklatscht habe, fand ich dieses spezielle Zitat trotzdem ansprechend. Sein "Fan" muss ich ja trotzdem nicht werden ;)

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