Samstag, 24. März 2012

Wer Leder kauft fördert Sklavenarbeit


"Wer Schuhe aus Leder kauft, fördert damit Sklaverei und Tierquälerei. So drastisch fällt das Resümee einer Untersuchung europäischer Verbraucherschutzorganisationen (darunter der VKI) aus, für die 16 prominente Hersteller von Markenschuhen unter die Lupe genommen wurden. Vor allem bei der Rohstoffgewinnung - auf Rinderfarmen, in Schlachthöfen und Gerbereien - herrschen Zustände, die an den Feudalismus erinnern.
Moderne Sklavenhaltung geht so: Mit dem Versprechen hoher Löhne werden Arbeiter auf entlegene Rinderfarmen gelockt, zum Beispiel mitten im brasilianischen Regenwald. Dort sie sind von der Außenwelt völlig abgeschnitten, schuften ab dem ersten Tag, doch der Lohn bleibt aus. Wer nachfragt, wird misshandelt, bekommt weder zu essen noch zu trinken oder wird tagelang an einen Baum gefesselt."


Link zum Beitrag auf orf.at


Mich wundert ja kaum noch etwas; dass wieder auch Firmen, die sich damit rühmen transparent zu sein und laut Selbstverständnis nur Materialien aus guten bzw. besten Bedingungen verwenden, betroffen sind, überrascht auch nicht mehr. In dieser Hinsicht bin ich in den letzten Jahren und dank der Tatsache, dass Greenwashing mittlerweile zum guten Ton gehört, einiges gewöhnt. Weswegen sollte es also gerade bei Leder anders sein, welches ohnehin meist keine besonders gute Ökobilanz hat?
Da es für die Textilindustrie in die Kategorie "Rohprodukt" fällt, hinterfragen selbst kritischere Verbraucher die Herkunft selten. Ein analoges Beispiel findet sich auch bei Seide und Baumwolle.

Sind vegane Schuhe deswegen automatisch besser?
Nein, nicht zwangsläufig. Zwar fällt die Sklavenarbeit auf den Rinderfarmen, in den Schlachthäusern und so weiter weg, dass die Textilindustrie (zu der ich Schuhhersteller jetzt einfach mal zähle) mehr als nur ein bisschen fragwürdig ist, wenn es um Arbeitsbedingungen geht, ist auch längst kein Geheimnis mehr.
Auch dir Herkunft veganer Materialien ist nicht immer optimal, dafür aber oftmals leichter rückverfolgbar als bei Leder, das diverse Produktionsschritte durchlaufen muss.

Als Ausweg bietet sich aber beispielsweise an, fair oder in Europa produzierte vegane Schuhe zu kaufen, beispielsweise bei BBoheme

1 Kommentar:

  1. Oh, das ist ja eine coole Seite, die du empfiehlst, und die fairen und veganen Schuhe, Taschen und Kleider sind schick und erschwinglich. Das muss ich gleich weiter verbreiten!

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