Mittwoch, 21. März 2012

Wie teuer ist vegan- mein Fazit

Nachdem ich ein wenig Auszeit bei meiner Familie genommen habe, Besuch hatte, den Um- und damit Wegzug meiner besten Freundin hier vor Ort hinter mich bringen musste und dann doch noch mit einer Grippe eine Woche das Bett gehütet habe, bin ich endlich mal dabei meine Auswertung zu schreiben.
Mir fehlen noch von nahezu allen, die mitmachen wollten die Daten, auch aus meinem Freundeskreis hatten ja einige zugesagt mitzumachen, aber ich bin einfach aufgrund der letzten Wochen nicht dazu gekommen nachzufragen. Die Endauswertung verzögert sich also nochmals.

Bleibt aber mein Fazit nach einem Monat:

Aufgerundet habe ich ca. für 123,20€ gegessen, das entspricht einem täglichen Budget von 4,10€.
Eingekauft habe ich für insgesamt: 124,73€, wobei davon noch einiges übrig geblieben ist, allerdings habe ich natürlich auch Vorräte der Vormonate verbraucht.
Eingerechnet habe ich bei meinen Essensportionen auch den entstehenden Abfall (also zB habe ich die Kosten für eine Zwiebel berechnet und das was ich wegschneide/-werfe nicht abgezogen). Das meiste (vor allem Obst und Gemüse, aber auch Brot) war bio, vieles sogar mit Bioland oder Demeter-Siegel ausgezeichnet.
Ohne jetzt mit dem leidigen Thema Gewicht anzufangen: Ich habe letzten Monat nicht abgenommen, insofern auch nicht unterkalorisch gegessen, andere Werte habe ich nicht berechnet.
Schwierig einzuschätzen ist, ob die Kosten einer Ernährung wie meiner nicht eventuell deutlich von der Jahreszeit beeinflusst werden. Ich kaufe viel regional, wobei vor allem im Winter der Anteil an nichtregionalen Lebensmitteln größer ist. Vor allem Obst gibt es, außer natürlich gelagertem, einfach nicht im Februar zu kaufen. Insofern werde ich auf alle Fälle verfolgen, ob sich meine Ausgaben in den kommenden Monaten reduzieren.
Im Großen und Ganzen habe ich das eingekauft, worauf ich Lust hatte. Ich habe nicht besonders gespart, allerdings schaut man ja immer ein wenig auf den Preis, das ist klar und manche Lebensmittel sind mir ihren Preis subjektiv einfach nicht wert. Davon abgesehen bin ich auch alles andere als reich, muss allerdings auch nicht so sehr auf mein Geld achten, dass ich beim Einkauf immer mitrechne oder gar ein Haushaltsbuch führen würde. Trotzdem liege ich unter dem Budget eines Hartz4-Empfängers, damit hätte ich ehrlich nicht gerechnet.

Ich habe den Eindruck, dass ich weit günstiger essen könnte, dass meine Ernährung soweit relativ ausgewogen ist, allerdings sind auch mir einige Schnitzer aufgefallen:

Zum habe ich bisher geglaubt, dass ich mehr "außergewöhnliche" Nahrungsmittel, also Dinge wie Quinoa oder Amaranth essen würde. Das muss ich in den nächsten Monaten etwas genauer beobachten (obwohl Amaranth in meinem Müsli enthalten ist).
Ich esse deutlich zu viele Nudeln. Das ist vermutlich vor allem der Bequemlichkeit geschuldet und auch der Tatsache, dass ich meistens abends ausgehungert heim komme und nicht extra noch eine Beilage kochen möchte, die ihre Zeit braucht. da bieten sich Nudeln mit unter 10 Minuten natürlich an, trotzdem: Darauf sollte ich mehr Augenmerk legen.
Meine Gemüse- und Obstauswahl finde ich ein wenig eingeschränkt. Allerdings schiebe ich das jetzt mal auf die Wintermonate, in denen einfach hauptsächlich Wurzelgemüse verfügbar ist, im Sommer gibt es zum einen mehr Auswahl und zum anderen mehr Marktstände mit Waren aus eigener Erzeugung, so dass ich im Moment auch einfach eine eingeschränkte Auswahl hinnehmen muss.
Was ihr nicht so sehr mitbekommen habt: Ich werfe noch immer zu viele Nahrungsmittel weg. Auch wenn sich die Rechnung am Ende gut ausgleicht, so tut sie das ja auch vor allem deswegen, weil ich meine Essensportionen großzügig berechnet habe. Da muss dringend eine Strategie her.
Insgesamt möchte ich eigentlich noch mehr Gemüse essen und versuche das auch zu forcieren, gerne darf auch das ein oder andere rohe dabei sein.

Kommentare:

  1. Also meine Auswertung kommt noch, auch wenn ich in letzter Zeit nichts mehr gebloggt habe :) Hab mit der Hand fleißig mitgeschrieben. Ich hoffe, dass ich am Wochenende zu einer Endauswertung komme.

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    1. Bei dir mach ich mir da auch gaaaar keinen Kopf :) Lass dir einfach Zeit und danke nochmal, dass du überhaupt mitmachst!

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  2. Ohje das Nudelding kenne ich auch. Es geht einfach super schnell, selbst in der Vollkorn und Dinkelvariante. Ich bin auch jedesmal am Überlegen, ob ich mir vielleicht doch eher mal Reis mache (Vollkornreis braucht aber ewig) oder ich greife ab und an mal zu Couscous. Fürs Kartoffeln schälen und kochen bin ich aber auch zu faul ;-)
    Mehr Gemüse essen habe ich mir auch vorgenommen. Ich habe meine Standartsachen, die ich immer wieder kaufe. Zum Bsp. möchte ich endlich mal Avocado probieren, habe ich bis jetzt noch nie gemacht.

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    1. Bei Couscous und so bilde ich mir immer ein, dass das ja technisch auch nichts anderes ist als Nudeln, aber den mach ich auch ab und an mal, im letzten Monat allerdings eben auch kaum...
      Für Avocado hab ich ein super Rezept, leider hat das auch wieder mit Nudeln zu tun: http://chefchloe.com/entrees/avocado-pesto-pasta.html
      Kann man aber bestimmt auch mit Kartoffeln oder so essen...

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    2. Lecker. Das klingt verdammt gut. :-) Werd ich bestimmt demnächst mal testen.

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    3. Avocado ist gerade eins meiner Standard-Superschnellfertig-Essen: einfach aufschneiden und zu einer Scheibe Brot auslöffeln ;)

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  3. was heißt "zu viele nudeln" - es ist doch vollkommen okay, viele nudeln zu essen, und du hast ja immer viel gemüse und obst auf deinem speiseplan. aber wenn du magst, kannst du ja mal versuchen, auf kartoffeln umzusteigen, die sind auch relativ günstig und liefern kohlenhydrate. wobei die schälerei echt lästig ist. bemerkenswert finde ich, dass du fast gar keine fertiggerichte nimmst.
    und ich wundere mich, dass du nicht abgenommen hast, ich hatte den eindruck, dass du relativ wenig isst, aber ich kann ja auch nicht beurteilen, wie groß deine portionen waren.
    finds toll, dass du das projekt durchgezogen hast, wenn mir mal wieder jmd was vorjammert, vegan wäre so teuer, werde ich einfach den link zu deinem projekt verschicken :-)

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    1. Also ich meinte eher, dass ich bei meinen Beilagen echt abwechslungsreicher essen könnte, weil ich einfach immer Nudeln mache, anstatt die zumindest ab und an zu variieren. Das ist vermutlich nicht schlimm, aber da kann man dran drehen oder wenigstens nicht unbedingt täglich die klassische 0815-Hartweizenpasta essen. Ich finds auch schade, weil ich Sachen wie Couscous, Kartoffeln oder Reis eigentlich auch ganz gerne mag.
      Mir ist einfach aufgefallen, dass mein Speiseplan arg nudellastig ist und dass das eigentlich nicht sein müsste :)

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    2. du kannst ja wunderbar abwechseln, indem du spaghetti-, spiral-, -bandnudeln usw nimmst ^^

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    3. ^^ mach ich eh, von Gemelli über Bavette bis zu Meccheroni hab ich alles da und da sind die ausm Asialaden noch gar nicht dabei (man könnte meinen mein Küchenschrank wäre ein Nudelmuseum^^ )

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    4. Doch zu viele Nudeln sind nicht "okay".
      Im Gegensatz dazu kann man Reis unbegrenzt zu sich nehmen und Kartoffeln sind auch besser als Nudeln.

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  4. Huhu, noch ein etwas muttimäßiger Tipp zum Dauernudelessen. Ich koche mir immer am Sonntag oder Montag einen großen Topf Getreide/Kartoffeln/Quinoa etc vor, sodass ich, wenn ich großen Hunger habe, einfach nur noch eine Portion erwärmen muss und nicht jedes Mal neu kochen brauche. Klappt auch super mit Bohnen/Kichererbsen/Linsen. Die kann man auch ganz easy einfrieren. Wenn von dem Getreide etwas übrig bleibt, kann man daraus auch ganz gut Burger machen, die sich auch einfrieren lassen. (Oder die man am Wochenende auch mal früh um 3 als Katersnack in die Pfanne werfen kann :D )
    Liebst, Carly

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    1. auch ein guter Tipp, danke :)
      So wild ist es aber eh nicht, gestern gabs Kartoffeln, heute Hirse, man muss nur ab und an mal kritisch seine Ernährungsgeohnheiten hinterfragen :)

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  5. Anstatt Nudeln kannst du auch Ebly verwenden. Die sind auch aus Hartweizen und vom Kochaufwand gleich unaufwendig :)

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    1. hm, auch eine Option, das mag ich eh gerne...

      Ich muss mal schauen, ob das wirklich so schlimm ist bei mir, oder ob das nur der letzte Monat war (da gabs nämlich irgendwann auch mal Nudeln im Sonderangebot...)

      Ich mag ja auch die REWE-Variante, diesen Dinkel im Kochbeutel, auch sehr sehr lecker und mal ein bisschen was anderes als der ewige Hartweizen :)

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  6. Vegetarisch, nein Danke.

    Ich mag Fleisch und von verschiedenen Gemüsesorten wird mir schlecht.
    Und die Fleischersatz Produkte sind übertrieben teuer für das was drinne ist.

    Ich esse das Gemüse, habe mir meinen eigenen Gemüsemix zusammengestellt ;) , welches ich vertrage und jeden Tag Obst.
    Dazu wenig zuckerhaltiges.

    Also, scheiss auf Vegetarisch :D

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    1. Ui, mein erster anonymer "Veggies-sind-doof"-Kommentar. Ich bin ganz gerührt.

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