Montag, 25. Juni 2012

Vegan als Diät oder: Sind alle Veganer dünn?

In den USA entwickelt sich der Veganismus immer mehr zur Trendkostform. Nach no carb, low carb, low fat also die nächste Trendwelle der health food Bewegung?

Der Vergleich zur deutschen Blogszene ist die englischsprachige Community viel deutlicher auf den Gesundheitsaspekt aber auch auf die Diätwirkung ausgerichtet, viele führen auch einen erwünschten Gewichtsverlust als eine Hauptintention ihrer Ernährungsweise an. Diese Sichtweise steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen und wird, nach meiner Einschätzung, hauptsächlich von der Rohkostszene aufgegriffen. Vereinzelt finden sich aber auch Blogs und der vermutlich außerhalb von Veganerkreisen bekannteste vegane Koch ist auch eher Vertreter dieser Gruppierung.

Aber macht veganes Essen tatsächlich dünn?

Vorneweg: Ich vertrete hier keinen wissenschaftlich begründeten Standpunkt, sondern kann nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten. Es gibt im Internet viele Diskussionen in verschiedenen Foren und auf diversen Blogs und es gibt die öffentliche Meinung aka Vorurteil. Letztere besagt, dass alle Veganer spindeldürr wären. Erstere fällt dagegen meist etwas differenzierter aus, denn die Erfahrungen sind recht unterschiedlich, wie bei allen anderen Ernährungsformen gibt es eine große Bandbreite: normal-, unter- und übergewichtige Personen. Manche haben ihr Übergewicht schon mitgebracht, bei anderen hat es sich erst im Laufe ihrer veganen Zeit entwickelt. Manche nehmen ab, manche zu und wieder andere halten ihr Gewicht einfach.

Generell scheinen Veganer laut Studien weniger zu Übergewicht zu neigen, als der Rest der Bevölkerung. Dabei könnte allerdings auch die Tatsache eine Rolle spielen, dass die Gruppe aus der die meisten Veganer kommen, also junge gut bis sehr gut ausgebildete Frauen, ohnehin weniger zu Übergewicht neigen, als der Rest der Bevölkerung.




Wagt man einen Blick über den großen Teich, dann fällt allerdings auf, dass die dortigen Shooting Stars der veganen Szene nicht dünn sondern eher skinny sind. Mediengrößen wie Chloe Coscarelli oder die Stars der Rohkostszene erinnern in ihrer Professionalität ohnehin eher an Hollywoodgrößen, als an das übliche Klischee eines Kochs, aber auch diese tragen durchgängig das Wort "healthy" vor sich her.
Wie gesund es nun wirklich ist mit einem geschätzten BMI von 15 durch die Welt zu gehen sei hier mal dahingestellt.

Wie sieht es bei mir aus?
Da ich nun doch schon länger vegan bin, kann ich die Frage zumindest für mich beantworten: Man bleibt mit veganer Ernährung nicht automatisch dünn. Ich würde meinen Ernährungsstil als eine relativ freie Form des clean eating bezeichnen. Das heißt, dass ich so gut wie nichts stark verarbeitetes zu mir nehme, meine Ernährung zum großen Teil auf Obst und Gemüse aufbaue und zusätzlich ein paar kleinere Kalorienfallen zulassen kann. Soweit die Theorie.
In der Praxis habe ich zB im letzten Jahr deutlich zugenommen, da ich viel gelernt habe, mein Sportprogramm zusammenstreichen musste und stattdessen als Ausgleich Süßkram gegessen habe. Das Plus auf der Waage stellt sich recht schnell ein, allerdings war meine Ausgangsposition eine bequeme: Ich bin relativ groß und war immer am unteren Ende des Normalgewichts, die paar Kilo die ich in der stressigen Lernzeit dazugewonnen habe, lassen sich deswegen relativ gut verschmerzen, zumal ich es noch nie zu meinem Lebensziel erkoren hatte, möglichst dünn zu sein. Sobald alles vorbei ist fange ich wieder mit regelmäßigerem Sport an, die Zuckersucht regelt sich dann meistens von allein. Allerdings muss ich gestehen, dass ich immer auf meine Ernährung geachtet habe und selbst wenn ich einen gewissen Hang zu Süßkram habe, so ist es nicht so, dass ich essen könnte was ich wollte, ohne zuzunehmen. Vegan zu leben ist kein Garant dafür, dass man dünn bleibt. Der Veganismus erspart einem zwar so manche Kalorienfalle (wie zB das Stück Torte im Cafe), es ist aber vollkommen unproblematisch in einer veganen Ernährung überkalorisch zu essen. Zudem darf man natürlich nie vergessen, dass es auch Veranlagung gibt. Man mag es unfair finden, aber manche nehmen eben leichter ab oder zu als andere.
Auf der anderen Seite habe auch ich die Erfahrung gemacht, dass ich Dinge auch einfach deswegen esse, weil sie eben vegan und verfügbar sind. Wenn es schonmal veganen Kuchen gibt, dann muss ich ihn auch haben, selbst wenn ich eigentich grade keine Lust auf Kuchen habe. Hier am Ende der veganen Welt passiert das aber auch so selten, dass das nicht wirklich ins Gewicht fällt, würde ich dagegen in Berlin leben, sähe die Sache vermutlich wieder anders aus.

Dass Veganer im Durchschnitt dünner sind, erklärt sich für mich eher daraus, dass sie sich zum einen aus einer ohnehin im Duchschnitt schlankeren Gesellschaftsschicht zusammensetzen und zum anderen, dass sich Veganer viel intensiver mit Ernährung befassen: Jedes vegane Forum ist voll von Kochrezepten, Nährwertdiskussionen, Tagesbedarfberechnungen und dergleichen mehr. Keine unvegane Person in meinem Freundeskreis, selbst die die schon unzählige Diäten und Ernährungskonzepte durch haben, kennt sich so umfassend mit Ernährung aus wie der Durchschnittsveganer. Dazu kommt bei den meisten ein umfassendes Wissen über Zusatzstoffe, Lebensmittelsicherheit und Produktionsprozesse und damit einhergehend ein größeres Bewusstsein für die eigene Ernährung. Vermutlich fällt bei all dem Hintergrundwissen die Entscheidung für den Apfel und gegen die Tüte Chips einfach leichter.

Man kann sich allerdings auch mit gesunden Lebensmitteln dick essen: Oliven- oder Leinöl ist zwar gesund, trotzdem bleibt es hochkalorisch und auch Nüsse sind in ihrem Kalorien- und Fettgehalt nicht zu verachten. Obst gehört zu jeder gesunden Ernährung dazu, allerdings enthalten auch einige Früchte beträchtliche Mengen an Zucker und/oder Fett und auch Vollkornprodukte sind besser in Maßen als Massen zu genießen.
Dazu kommt, dass nicht alles automatisch gesund ist, nur weil es vegan ist: Viele vegane Convenience-Produkte triefen vor Transfettsäuren, Chips, Pommes und anderes Frittiertes ist zwar lecker, aber alles andere als gesund und erst recht nicht figurfreundlich.
Von den süßen Sünden, die ich tagtäglich in meinem Blogreader bewundern darf, fange ich da lieber erst gar nicht an.
Mir fällt der Vergleich allerdings schwer, da ich mich schon seit Jahren nicht mehr mit tierischen Lebensmitteln befasst habe. Im Vergleich zu den Omni-Frauen in meinem Freundeskreis war ich aber auch nie außergewöhnlich schlank. Selbst vor meiner Zunahme war die Tendenz zum unteren Bereich des Normalgewichts in meinem Freundeskreis eher die Regel als die Ausnahme und ich habe dabei nie den Eindruck gewonnen, dass es meinen Freundinnen schwerer oder leichter fallen würde als mir.

Vegan zu sein ist kein Garant für eine Modelfigur und erst recht nicht für Untergewicht. Es ist ebenso einfach vegan dick zu werden wie unvegan.
Eine ausgewogene und bewusste vegane Ernährung kann die Entstehung von Übergewicht aber verhindern, falls nicht zusätzliche Faktoren hinzukommen sollten. Jeder Körper ist anders, das vergisst man gerne und der Wert eines Menschen bemisst sich nicht nach seiner Kleidergröße.

UPDATE:

Eine interessante Zusammenfassung zu dem Thema findet sich bei Boldsky (Englisch).

Kommentare:

  1. Der Wert eines Menschen mag sich zwar nicht nach seiner Kleidergröße bemessen, jedoch wird man aufgrund seiner Kleidergröße von anderen bewertet. Dem kann sich niemand wirklich entziehen.

    Grundsätzlich stimme ich dir zu. Bei all den veganen Leckereien, Süßspeisen und Snacks ist es gar nicht so enfach auf seine Figur zu achten. Ich bin dank Chips, veganen Muffins, Kuchen und co. auch eine eher pummelig "obwohl" ich vegan lebe.

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    1. Naja, klar kann man sich dem nicht entziehen, allerdings habe ich zB kürzlich erst gelesen, dass man als besonders attraktive Frau schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat.
      Ich arbeite seit Ewigkeiten in der Gastro und kann ähnliches berichten: Je dünner ich bin, desto besser fällt mein Trinkgeld bei Männern aus, jetzt wo cih etwas zugenommen habe, bekomme ich mehr von Frauen und weniger von Männern, das finde ich schon irgendwie seltsam.

      Klar wird man aufgrund seines Aussehens bewertet, immerhin ist das der erste Eindruck und der zählt auch irgendwie. Aber man muss sich auch einfach mal klarmachen, dass kaum jemand aussieht wie ein Supermodel und diese Anspruchshaltung nicht gegenüber sich selbst an den Tag legen. :)

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  2. ich flipp aus! du redest über genau die dinge, die mir im moment durch den kopf geistern. ernährung, nachhaltigkeit, nachdenken, wissen-wollen, konsequenzen ziehen. ich fühle mich des öfteren etwas allein mit meinen gedanken und bin so unglaublich glücklich, nun diese seite gefunden zu haben! es wird wohl eine weile dauern, bis ich mir alles durchgelesen habe.... herrlich. ganz ausgesprochen herrlich.

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    1. Hallo :)

      und ich freu mich erst, wenn ich feststelle, dass ich nicht die einzige bin, die sich mit sowas befasst :)

      ich hoffe du findest was interessantes beim stöbern!

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  3. Toller Artikel :-)
    "Wagt man einen Blick über den großen Teich, dann fällt allerdings auf, dass die dortigen Shooting Stars der veganen Szene nicht dünn sondern eher skinny sind. "
    Aber absolut! Ich finde, dass viele amerikanische Veganerinnen aussehen wie lebendige Skelette! Da kann der Gesundheitsaspekt noch so weit im Vordergrund stehen, einige sehen meiner Meinung nach total ungesund und unterernährt aus.
    Ich glaube, dass es einfach am leichtesten ist, wenn man sich hauptsächlich vollwertig, bzw. wie du es schon sagst, nach dem "Clean-Food-Prinzip" (toller Begriff, kannte ich noch gar nicht) ernährt. Vollkornnudeln, Kichererbsen und co. machen meiner Meinung nach total satt und alleine schon deswegen isst man weniger. ;)

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    1. Ich gewinne auch den Eindruck, dass vegan im Moment einfach die nächste Diät ist, die ausprobiert wird, um möglichst effektiv möglichst wenig zu wiegen. Mittlerweile ist ja sogar Madonna auf den Zug aufgesprungen und ich hab die Vermutung, dass die Geschichte genauso schnell wieder vorbei sein wird, wie sie angefangen hat.
      Ein schönes Gegenbeispiel ist aber übrigens Isa Moskowitz, die sieht aus wie eine Köchin aussehen muss... Irgendwie zweifle ich ja immer an den Kochkünsten von jemandem, der offensichtlich size zero trägt ;)

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    2. Das hat aber wenig mit Veganismus zu tun, das ist eher die seit einigen Jahren herrschende Mentalität, vornehmlich bei den dortigen Frauen.
      Zieht man hier die vegan lebenden Männer als Beispiel heran, sieht man eher, dass diese durchtrainiert und dementsprechend wohlgenährt sind. Daher sehe ich hier auch keinen Diät-Trend; wer schon vor Ort war, erkennt recht schnell, dass es an nachhaltigen/veganen/rohen Imbissen und Cafes nicht mangelt. Veganismus ist da gut 10 Jahre voraus, einzig die Argumentation die bei uns ankommt ist "neu" - für uns eben.
      Wie muss ein Koch denn aussehen? Ich finde es eher zweifelhaft, wenn ein Koch fett und rot wie eine Tomate daherkommt...Salz und Zucker sind jetzt nicht der Garant für gute Kochkunst :D

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    3. Nö, aber ich hab in der letzten Zeit ein paar Mal von Bekannten gejört, dass sie um abzunehmen mal eine vegane Woche einlegen wollen würden. Das hat mit Veganismus per se auch nicht viel zu tun.
      Klar, die USA sind uns meilenweit voraus was den Veganismus angeht, allerdings habe ich den Eindruck, dass die Verteilung da eine andere ist (weißt du dazu mehr?) und diejenigen, die es hauptsächlich aus Gesundheitsgründen machen in der Überzahl sind.
      Die Entwicklung scheint es da aber schon länger zu geben, als ich das letzte Mal in den USA war habe ich eine ganze Menge Menschen kennengelernt, die Vegetarier aus "health reasons" waren.
      Ich habe mir gestern nochmal eingehend das PPK-Forum angesehen (das dürfte ja das größte vegane Forum im englischsprachigen Raum sein) und ich finde da sieht man die Unterschiede zu den Foren im deutschen Sprachraum auch sehr deutlich, vielleicht liegt das aber auch daran, dass die Haltung in den USA mittlerweile entspannter ist?

      Wie ein Koch aussehen muss, naja, klar muss niemand irgendwas und das Phänomen das du beschreibst ist auch nicht unbedingt die beste Werbung für das eigene Essen, aber die, die ich gemeint habe vertreten da eben das andere Extrem. Klar grauts mir auch, wenn ich sehe wie jedes unschuldige Gemüse in einem Berg Butter ertränkt und dann nochmal mit Olivenöl verfeinert wird, damit schlussendlich nochmal ein ordentlicher Schuss Käse draufgeladen wird. Wenn aber jemand berühmt wird, weil er Cupcakes bäckt (im übrigen mit Kokosmilch...) und dabei aussieht, als hätte er gerade eine 40-Tages-Wasserfastenkur hinter sich, dann ist das eben das andere Extrem. Ich finde einfach, dass man einem Koch durchaus ansehen darf, dass er gerne isst, nicht unbedingt so, wie das die deutschen Spitzenköche zelebrieren, aber die oben schon genannte Isa Moskowitz ist da ein ganz gutes Beispiel :)

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    4. Ich finde auch, dass man sich nicht nur (wie es die meisten Amerikaner eben tun) an Extremen orientieren darf. Dort drüben ist man eben entweder extrem dick und isst tonnenweise Burger und Kekse oder man ist extrem dünn und rennt einer Modediät nach der anderen hinterher. Dann werden eben anstatt normaler Cookies Kekse aus Bohnen gebacken, die nach gar nichts schmecken außer etwas Natron und Vanillearoma. Ich finde einen gesunden Umgang mit den richtigen Lebensmitteln gerade viel wichtiger, auch ich backe und esse Süßzeug supergerne, aber eben in Maßen, und deswegen würde ich mich weder zu dem einen noch zu dem anderen Extrem zählen ;) Isa Moskowitz ist echt ein gutes Beispiel, oder auch Kim Wonderland, die auch weder superdick noch total dürr ist. Und viele amerikanische Veganköche sind nunmal nicht mal mehr schlank, sondern hager. ;-)

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    5. ui, Kekse aus Bohnen, hm , ne danke, dann doch lieber keine....

      Im Endeffekt mache ich es ähnlich: der Großteil meiner Ernährung ist gesund, dabei kann ich mir auch mal den ein oder anderen echten Keks erlauben. Trotzdem backe ich die vorzugsweise selbst, weil ich gerne weiß was drin ist und woher es kommt. Ich versuche mich an den Grundsatz zu halten, dass ich nichts esse, wofür ich ein Chemielabor statt Küche brauche und das klappt soweit ganz gut :)

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  4. Hehe, ich wollte auch sofort Isa anführen, die noch nie Size Zero getragen hat, Veganerin ist und zumindest so wirkt, als sei sie mit sich und ihrem Gewicht im Reinen. :)
    Aber du hast recht, ich frage mich auch oft, wie gerade Köche so unglaublich dünn sein können. Nix gegen Chloe Coscarelli, aber wenn ich so viele Cupcakes machen würde, wäre ich rund wie eine Tonne... :D
    Ich persönlich halte mich für das beste Beispiel dafür, dass Veganismus nicht automatisch dünn macht. Seit ich vegan lebe, koche und backe ich viel mehr als früher, weil ich mich, wie viele andere VeganerInnen auch, plötzlich deutlich mehr mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt habe. ICh weiß, dass ich nie Größe 34 tragen werde, dafür ist mein Körperbau einfach zu breit und das muss ja auch nicht sein.
    Eine Bekannte von mir hat allerdings vor einigen Jahren monatelang vegan gelebt um abzunehmen. Was für sie wunderbar geklappt hat. Und wer weiß, vielleicht wäre ich noch runder, würde ich mich immer noch omnivor ernähren.... ;) Aber ich führe da nicht Buch drüber und was die ganzen Stars und Sternchen fürs Abnehmen tun, lässt mich meist eh kalt. Es wäre natürlich schön, wenn sich mit einer veganen Abnehm-Diät auch ein ökologisch-moralisches Gewissen einstellen würde und vegan irgendwann doch zu einer ethisch motivierten Haltung werden würde statt nur eine Diät zu bleiben.

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    1. Genau, das kommt ja noch mit dazu, sie ist mit Cupcakes berühmt geworden.
      Aber auch ihre restlichen Rezepte (Pasta mit Avocadopesto zB) sind nicht unbedingt diättauglich.

      Sei es wie es ist: würde ich nach ihrem Kochbuch leben, wäre das Resultat bestimmt nicht ihre Figur ;)

      Ich glaube man kann vegan recht gut abnehmen, solang man sich zusätzlich an die üblichen Diätregeln hält. Alleine "vegan" reicht aber definitiv nicht :)

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  5. Liebe Cara,
    erstmal Danke für Deinen lieben Kommentar zu meinem "Mega-Post"... ;-)

    Ich denke, wenn man als Veganer viele Convenience-Produkte ißt und sich mit viel Gebäck und Süßigkeiten oder auch Chips & Co. vollstopft, kann man durchaus auch etwas zuviel wiegen.
    Im Schnitt denke ich aber, daß man mit veganer Ernährung nicht so leicht ins Überwicht gerät, im Gegensatz zu vegetarischer Ernährung (fetter Käse etc.). Wer bewußt abnehmen will, ist mit vegan wohl ganz gut bedient. Wer, wie ich zur Zeit, zunehmen will, muß schauen, wo er seine Kalorien herbekommt (leider kann ich ja etliches, wie z.B. einige Nüsse und Getreide momentan aufgrund Nahrungsunverträglichkeit nicht essen... :-/).
    Ich bin ja nun vor ein paar Monaten vom Vegetarischen ins Vegane eingestiegen mit gleichzeitiger starker Erhöhung des Rohkostanteils, daher habe ich ungewollt abgenommen, nicht wegen der veganen Ernährung an sich. Ich werde schauen, wie sich mein Gewicht dauerhaft einpendelt. Bin gespannt ;-)

    Liebe Grüße
    Iris

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    1. Liebe Iris,

      das kann ich mir vorstellen. Klar, wenn Nüsse und Getreide rausfallen, dann bleibt nicht mehr viel zum zunehmen, vor allem auch wenn man den Rohkostanteil sehr hoch ansetzt. (außer vermutlich man lebt von Avocados, aber wer will das schon...)

      Ich wünsch dir auf alle Fälle viel Erfolg beim zunehmen. (und finde es nebenher bemerkt wirklich angenehm zu lesen, dass tatsächlich noch jemand solche Ziele hat :) )

      Ganz liebe Grüße!

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  6. Ich muss auch ein Lob für deinen Beitrag loswerden, ich hatte in letzter Zeit ähnliche Gedanken und würde es genauso unterschreiben.

    Ich ernähre mich ja erst seit Ende letzten Jahres vegan und habe aus ethischen Gründen umgestellt, muss aber sagen, dass ich nichts dagegen gehabt hätte, wenn sich die vegane Ernährung irgendwie auf der Waage bemerkbar gemacht hätte. ;) Hat sie leider in keinster Weise, was aber realistisch gesehen auch Sinn macht, letztenendes kommt es schließlich auf die Gesamtkalorienmenge an und nicht darauf, aus welchen Lebensmitteln ich sie beziehe und wenn ich meine Pizza nun mit Hefeschmelz esse statt mit Käse, hat sie dadurch auch nicht wirklich weniger Kalorien.

    Ich denke, wenn man aus Überzeugung vegan wird und nicht, um abzunehmen, wird man es auch kaum tun, weil es einfach so herrlich viele leckere neue Essenssachen zu entdecken gibt, dass es schon verdammt schwer ist, abzunehmen... ;)

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    1. das ist ja das nächste Problem, es gibt einfach so wahnsinnig viel neues zu entdecken, da ist man erstmal mindestens ein halbes Jahr mit dem Ausreizen der Geschmacksnerven beschäftigt ;)

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  7. Super Beitrag, danke!
    Ich habe seitdem ich vegan lebe auch zunächst eher ein wenig zugenommen. In dem letzten halben jahr habe ich allerdings 10 kg abgenommen. Das hat aber andere Gründe (regelmäßig Sport, Pille abgesetzt, bisschen weniger gegessen). Ich weiß aber sehr gut, dass man auch als Veganer aufpassen muss, wieviel man isst und was man isst.
    Und eigentlich ist es bei uns wie bei Omnis auch: es muss ausgewogen sein. Klar esse ich auch jedesmal ein Stück Kuchen oder einen Muffin wenn ich welche backe, aber ich esse eben nicht alles auf sondern verschenke den Rest an Kollegen und Freunde. :-)

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    1. Kann ich so unterschreiben :) Eine Ernährung auf Basis von Muffins ist ungesund, irrelevant, ob die nun vegan oder nicht sind :)
      Das Problem am vegan sein ist ja eher, dass man bei Lust auf Kuchen nicht mal schnell zum Bäcker laufen kann, sondern gleich immer eine ganze Ladung backen muss.

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  8. Veganes Essen macht nicht automatisch dünn. Das scheint aber wirklich ein Trend zu sein, da ich immer öfter so etwas lese: Sängerin Chaka Khan nahm durch vegane Ernährung fast 30 Kilo ab.

    Dabei gibt es mittlerweile so viele leckere vegane Rezepte, Blogs, Kochbücher usw., da kann man problemlos mit veganen und gesunden Sachen ein paar Kilo zu viel haben :) Alles nur eine Sache der Menge und des Lebensstils. Aber ich freue mich immer für jeden, der es mal vegan probiert, egal aus welchem Grund!

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    1. ich würde ja soweit gehen zu sagen, dass man gar nichts merkt, wenn man seine Omniernährung lediglich veganisiert. Wenn aber mit dem Schritt zum vegan essen eine andere Einstellung zur Nahrung entsteht, dann nimmt man vermutlich relativ leicht ab.
      Auf der anderen Seite gibts ja auch Beispiele von Leuten, die mit dem veganen Essen erst ihre Geschmacksknospen entdeckt haben, bei denen hat das dann wohl einen gegenteiligen Effekt... ;)

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  9. Super Artikel :) Besonders den Aspekt, dass sich Veganer mehr mit Ernährung befasst haben, als Nichtveganer finde ich sehr wichtig!
    Schade, dass in Amerika häufig andere Gründe, vegan zu leben, überwiegen. Aber natürlich gut, dass diese Menschen überhaupt vegan leben.

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    1. Das Problem daran ist leider, dass dadurch der Eindruck entsteht, dass man essen könne was man wolle, solangs nur vegan ist und das stimmt eben einfach nicht. Entsprechend schnell werden sich dann auch wieder viele von der neue vielversprechenden Diät abwenden....

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