Dienstag, 3. Juli 2012

Palmölvermeidungsstrategien - Teil 1: Nahrungsmittel ohne Palmöl

Es hat immer einen faden Beigeschmack etwas auf der einen Seite zu verurteilen, dafür aber keine Alternativen aufzuzeigen. Bei Palmöl und -fett ist das nicht anders und ich möchte sagen, dass ich es nach wie vor schwer finde, komplett ohne auszukommen. Mit ein paar mehr oder weniger einfachen Tricks kann man den Konsum aber zumindest sehr drastisch reduzieren.
Ein großes Problem an Palmöl ist, dass es nicht nur in allem enthalten ist, sondern auch häufig nicht als das deklariert ist, was es ist. In Nahrungsmitteln versteckt es sich meistens unter der Bezeichnung "pflanzliche Öle und Fette", da Palmöl und -fett eines der günstigsten Fette ist, ist es auch eines der am häufigsten eingesetzten.
Hier sind meine sieben ultimativen Tipps für eine Umstellung auf eine palmölreduzierte Ernährung, die sich so in leicht abgewandelter Form aber auf jede Ernährungsumstellung übertragen lassen.




1. Selbst machen!

Der erste und einfachste Tipp ist, soviel wie möglich selbst herzustellen. Ich habe bei der kritischen Beleuchtung meiner Ernährungsgewohnheiten feststellen müssen, dass die größte Menge Ölpalmenprodukt sich in Fertig- oder Halbfertiggerichten versteckt hatte. Vor allem in süßen Backwaren findet sich fast immer einen Anteil, ich würde sogar fast soweit gehen zu behaupten, dass ich noch keine Kekse gesehen habe, die definitiv sauber sind, wo also nicht wenigstens undeklarierte pflanzliche Fette und Öle vorkommen.
Zum Backen verwende ich mittlerweile meistens Öl, denn eine zufriedenstellende Lösung was Margarine angeht habe ich bisher noch nicht finden können. Das funktioniert nicht für alle, wohl aber für viele Rezepte. Cookies, Kuchen und Torten habe ich alle schon mit regionalen Ölen hergestellt und der Geschmacksunterschied war marginal bis gar nicht vorhanden. 
Vieles (wie zB Backmischungen oder Fertigteige) lässt sich ohnehin leicht selbst machen. Bei manchem macht das Experimentieren auch besonderen Spaß. Ich habe in den letzten Jahren angefangen von Aufstrichen über Marmelade bis zu Likör vieles selbst zu machen und obwohl ich mir das anfangs nicht vorstellen konnte, möchte ich die Freiheit, die mir das selbst zubereiten gibt nicht mehr missen. 
Generell gilt hier der einfache Grundsatz: Wer nur Rohprodukte verarbeitet, weiß nicht nur was drin ist, sondern kann die Zusammensetzung selbst bestimmen.


2. Ersetzen!

Für vieles gibt es eine palmölfreie Alternative, man muss sie nur finden.
Vor allem bei alltäglichen Produkten achte ich darauf meine Einkaufsgewohnheiten zu verändern und palmölfreie Alternativen zu wählen. Das ist, wie alles, anfangs etwas anstrengend und erfordert eventuell etwas Rechercheaufwand, mit der Zeit entwickelt sich das aber zur Normalität, denn man greift ja sowieso immer zu den gleichen Produkten. 
Manchmal lohnt sich der Blick auf die Zutatenliste verschiedener Konkurrenzprodukte, andere Male muss man ein bisschen intensiver googeln. Die meisten Fragen sind so oder so ähnlich schonmal gestellt worden und online für die Ewigkeit dokumentiert. Wenn man auf diesen Wegen noch immer nicht fündig geworden ist, kann man verschiedene Hersteller anschreiben und nachfragen. 
Außerdem kann ich nur den Tipp geben mutig zu sein und bei dem Händler eures Vertrauens nachzufragen: Vor allem in Bioläden habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Verkäufer nicht nur sehr bemüht sind, sondern oft schon mit dem Problem vertraut sind und gezielt Produkte aus dem eigenen Sortiment anbieten können. Auch falls etwas nicht vorrätig oder gelistet ist, habe ich schon öfter erlebt, dass besonders in kleinen Bioläden angeboten wurde gezielt im Großhandel nachzufragen und Produkte mitzubringen. In größeren Reformhausketten hört man auch öfter mal den Satz "wenn sie etwas bestimmtes wollen, bestellen wir das gerne für Sie" und wenn man dort regelmäßig einkauft, passen manche Filialen auch das Sortiment an die Wünsche der Stammkunden an.
Falls Bedarf und Interesse besteht, würde ich vielleicht eine eigene Alternativensammlung anlegen.

(In diesem Punkt müsste eigentlich die weiße Liste Palmöl der Borneo Orang-Utan-Hilfe verlinkt werden, diese ist leider online nicht mehr auffindbar, ich trage sie nach, sobald sie wieder erreichbar ist)


3.  Nachhaken!

Es schadet nie Firmen anzuschreiben und nachzufragen, ob bei ihnen Palmöl Verwendung findet oder ob sie palmölfreie Produkte anbieten. Vor allem im Biosektor habe ich die Erfahrung gemacht, dass auf meine Anfrage oftmals mit einem "wir arbeiten daran den Anteil von Palmöl zu reduzieren" geantwortet wurde. Ich habe bisher nicht bei vielen Firmen eine konkrete Verbesserung ausmachen können, einige gehen aber mittlerweile mit gutem Vorbild voran und reduzieren den Anteil von Palmöl in ihren Produkten so gut wie möglich und nehmen damit eine unterstützenswerte Vorreiterrolle ein.
Ansonsten gilt auch hier die altbekannte Wirtschaftsweisheit, dass es sich immer lohnt eine Nachfrage zu schaffen. Da das Bewusstsein für Palmöl wächst, ist es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis das Label "palmölfrei" auf Produkte, zumindest im Biosektor, gedruckt werden wird. 
(auf der anderen Seite warte ich täglich darauf, dass einer der großen Safthersteller auf die Idee kommt endlich die gelatinefreien Säfte auszuweisen, insofern ist meine Vorhersage vielleicht ein wenig forsch)


4. Gewohnheiten ändern!

Zugegeben, man muss ein wenig flexibel sein. Nicht immer ist es möglich alles 1:1 zu ersetzen oder die möglichen Ersatzprodukte schmecken einem einfach nicht. Hier heißt es Kreativität beweisen und statt Margarine beispielsweise Sojaquark unter die Marmelade zu streichen oder Rezepte anzupassen oder umzuändern. Für manche liebgewonnenen Frühstücksgewohnheiten findet man auf die Schnelle eben keinen annehmbaren Ersatz. Wer seit Jahren das gleiche Müsli oder den gleichen Aufstrich isst, steht schnell vor dem Satz "darauf kann ich nicht verzichten".
Es ist nicht immer einfach und, zugegeben, manchmal auch ein wenig belastend. Trotzdem lohnt es sich, über seinen Schatten zu springen und sich auf unbekannte Lebensmittel einzulassen. 
Manches Mal entdeckt man aber auch großartiges Neues. Und, ohne jetzt floskelartig klingen zu wollen: Es schadet auch nicht, gewohnte Wege zu verlassen und sich ganz anders zu orientieren, auch kulinarisch nicht.


5. Regional einkaufen!

Es gibt viele gute Gründe sich für regionale und saisonale Produkte zu entscheiden, Palmöl schlägt hier gleich doppelt zu Buche: Zum einen verwenden regional produzierende Betriebe meist kein Palmöl (zumindest wird hier in der Gegend das Label "regional" sehr konsequent verwendet) zum anderen wird aus Palmöl auch Biosprit gewonnen, daher die einfache Rechnung: je regionaler, desto weniger Sprit, desto weniger Palmölverbrauch.


6. Verzichten!

Verzicht ist kein beliebtes Thema, aber irgendwann kommt man an den Punkt, an dem man sich eingestehen muss, dass nachhaltiger Konsum manchmal vor allem eins bedeutet: zurückstecken. Oftmals wird reflexartig behauptet, dass man nicht den Eindruck habe zu verzichten, das kann ich so allerdings nicht zu 100% unterschreiben. Zwar ist die Entscheidung bewusst getroffen worden und in meinen eigenen vier Wänden empfinde ich meinen Lebensstil auch weder als aufwendig noch als verzichtreich, außerhalb sieht die Sache aber schon wieder ganz anders aus.
Ich will das weder überdramatisieren noch kleinreden, denn man wird ebenso mit vielen neuen Entdeckungen entschädigt. Außerdem empfinde ich das was ich mache auch nicht als sonderlich "löblich" sondern lediglich als Einhaltung des Mindeststandards, den ich an mich anlege. Wenn ich gegen etwas bin, mich gegen etwas ausspreche und davon überzeugt bin, dass es moralisch falsch ist, dann sollte ich es unterlassen, nicht mehr und nicht weniger steckt dahinter, wenn ich Palmöl vermeide.
Das heißt in seiner Konsequenz dann aber eben auch oftmals, dass man nicht jedem seiner Gelüste nachgeben kann und das ist etwas, was mir auch selbst schwer fällt, denn das was ich gelernt habe ist, dass die meisten Konsumgüter immer und in ausreichender Menge vorhanden sind, eine Einstellung, die bei genauerer Betrachtung tiefer sitzt als man meinen möchte. Die Entscheidung zu verzichten ist also vornehmlich eine Entscheidung Verzicht zu lernen. 


7. Genießen!

Nach allem werben für einen bewussten Verzicht soll aber auch der Genuss nicht zu kurz kommen. Sich einzuschränken und Dinge aus seinem Speiseplan zu entfernen ist schon länger in den Verruf gekommen, denn viele meinen, dass dabei die Freude am Essen hintenangestellt wird. Ich vertrete allerdings den Standpunkt, dass Verzicht und Genuss sich nicht gegenseitig ausschließen und eine Ernährung, die den Fokus auf Regionales und Frisches legt sogar im Gegenteil viel genussvoller ausfällt, als eine, die sich aus Fertigpizzen, unreif geerntetem Obst und Tetrapacksoßen zusammensetzt. 
Man sollte das durchaus auch einmal von der anderen Seite beleuchten:
Vor allem die Slow-Food-Bewegung propagiert deswegen eine regionale Ernährung, die Lebensmittel aus handwerklichen Traditionsbetrieben bevorzugt, weil ihr Anhänger darin den Garanten für das richtige sinnliche Erleben von Nahrungsmitteln sehen. Die Besinnung auf traditionelle Pflanzensorten, möglichst frische Produkte und die Abkehr von industriell genormter Nahrung, geht für jeden ersichtlich nicht mit einem weniger an Genuss einher; sobald man die Entscheidung für eine ähnliche Ernährung aber nicht aus Genussgründen, sondern ethischen Erwägungen trifft, haftet an einem schnell das Etikett des Genussfeindes. 
Deswegen halte ich es für falsch Einschränkungen reflexartig mit Genussfeindlichkeit gleichzusetzen, auch wenn sich die Auswahl reduziert. Im Gegenteil kann das Wegkommen von industriell gefertigtem Standardessen dazu führen, dass man den Genuss am Essen erst entdeckt.
Genuss ist wichtig, weil Essen eben so viel mehr sein kann als Nahrungsaufnahme und es auch ist: Essen ist kulturelle Identität und emotionale Notwendigkeit. Darum sollte man sich nicht bringen wollen und ein Ernhrungsstil in dem nicht auch Genuss inbegriffen ist, lässt sich nur schwer über einen langen Zeitraum durchhalten. 



Kommentare:

  1. Ein toller Post, vielen Dank dafür!

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    1. und danke dir fürs verlinken bei Facebook :)

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  2. Stimmt, schon wieder ein toller Post ;) Ich mach zur Zeit den Selbstversuch, einen Monat kein Produkt mit Palmöl zu kaufen (aber was schon zuhause war, Margarine z.b., ess ich halt weiter). Kennst du vielleicht bestimmte Marken, die grundsätzlich ohne Palmöl arbeiten (wie NoMuh mit dem veganen Käse)? Und, ähm, ne Schokoladensorte ohne?

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    1. Wheaty arbeitet schon immer komplett ohne Palmöl (http://wheaty.com/blog/de/2010/04/warum-topas-schon-immer-auf-palmol-verzichtet-hat/), ansonsten ist die Liste recht mau... im Biobereich gibt es aber ein paar Firmen, die volldeklarieren, da sieht man den einzelnen Produkten dann wenigstens sicher an was drin ist.

      Ich esse meistens Zotter-Schokolade, die von Gepa oder Rapunzel, da hab ich noch nie pflanzliches Fett drin gefunden (außer natürlich Kakaobutter) und entsprechend auch kein Palmöl. Ich nehme an in gefüllter Schokolade ist vielleicht Palmöl drin, in normaler sollte das aber eigentlich kein Bestandteil sein :)

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    2. oh super, danke, rapunzel und gepa gibts auf jeden fall im basic biomarkt. da schau ich heute direkt mal :)

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  3. Super Post!
    Kannst Du mal über das Backen mit Öl berichten? Also, wie man die Mengen kalkuliert und welche Öle Du genommen hast?
    Danke & Liebe Grüße

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    1. Hallo Mia :)

      Es gibt da eine Faustregel: man verwendet man verwendet bei Öl 80% der für festes Fett angegebenen Menge. Meistens eignen sich neutrale Fette (Rapsöl, Sonnenblumenöl), bei herzhaftem kann man aber auch einen Teil durch Olivenöl ersetzen. Wenn man ein bisschen googelt, findet man auch häufig Rezepte die sowieso Öl als Grundlage nehmen.
      Schwieriger ist das Ersetzen da, wo harte Fette benötigt werden (zB bei Füllungen), da verwende ich meistens Kokosfett, da es Kokospalmen zwar auch in Monokultur gibt, aber wohl auch nachhaltige(re) Formen des Anbaus in Mischkulturen praktiziert werden :)
      Falls noch Fragen sind, immer her damit :)

      Ließe Grüße

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  4. Hi Cara,
    da ich auch in Zukunft auf Palmöl verzichten möchte, kommt dein Post genau richtig :) Besonders den Satz "Es schadet auch nicht, gewohnte Wege zu verlassen und sich ganz anders zu orientieren." finde ich sehr wahr. Manchmal muss man einfach aus seinen Gewohnheiten ausbrechen!
    ♥-liche Grüße aus Düsseldorf,
    Carina

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    1. Liebe Carina,

      ich wünsche dir viel Erfolg und Durchhaltevermögen bei deinem Entschluss :)

      Ich würde mich freuen, wenn du vielleicht über deine Erfahrungen schreiben würdest! Liebe Grüße

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  5. Liebe Cara,
    habe vor wenigen Tagen erst bei einem Hersteller angefragt, was für Fette sich bei einem bestimmten Produkt (pflanzliches Schmalz) hinter "pflanzliche Fette" verbergen, da ich den schweren Verdacht habe, daß es sich um Palmöl handeln könnte. Noch steht die Antwort aus. Bin gespannt.
    Liebe Grüße
    Iris

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    1. Liebe Iris,

      der Verdacht liegt leider immer nahe. Die wenigsten Hersteller können ausschließen, dass nicht zumindest Palmö in dem verwendeten Fettgemisch enthalten ist und das Bewusstsein für das Problemfeld ist noch nicht so besonders ausgeprägt.
      Umso besser, wenn es immer mehr Menschen gibt, die bei Herstellern kritisch nachfragen!

      Liebe Grüße auch an dich!

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  6. Hallo Cara,
    zunächst möchte ich sagen, dass ich deine Artikel im Allgemeinen sehr anregend finde und mir gerne deine Ideen abgucke, um etwas neues auszuprobieren (ich hätte nicht gedacht, dass die deutsche Küche "so vegan" sein kann).
    Etwas zu mir: Ich liebe es, selbst zu kochen, zu backen und überhaupt alles mögliche selbst zu machen. Ich kenne wenige Menschen in meinem Alter, die schon mal ein Brot selbst gebacken haben. In Russland ist es ein "Familienevent", am Wochenende zusammen kiloweise Pelmeni (sozusagen kleine Maultaschen) zum einfrieren vorzubereiten (danke Mama!), und wenn man Rüeblisaft schonmal selbst gepresst hat, ist der aus der Flasche total eklig.
    Zurzeit wohne ich in einer betreuten Wohngruppe, in der ich nicht selbstständig über meinen Einkauf verfüge, sondern es wird für alle eingekauft. Da kann man den Einkauf nicht jedem recht machen. An jedem Tag kocht jemand anders und der Koch bestimmt natürlich das Gericht. Da könnte ich sprichwörtlich kotzen, wenn es so gut wie jede Woche Schniposa gibt und eine Tomatensoße aus Tetrapacktomaten und ein paar Gewürzen besteht.
    Umso mehr freue ich mich, wenn ich nach dem Abi ausziehen und meinen Einkaufs- & Essensplan selbst im Griff habe. Das wird denke ich auch eine Herausforderung, weil ich noch nie alleine gelebt habe.

    Da du auch vieles selbst machst, nun meine Frage an dich: Wie viel Zeit (am Tag, in der Woche) nimmt das in etwa in Anspruch, wenn man Yofu, Aufstriche, Gebäck etc selbst macht? Reicht das, wenn man sich einmal in der Woche gründlich Zeit nimmt? Kriegst du das gut mit Studium (und evtl Beruf? - die bayerischen Studiengebühren...) unter einen Hut?

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    1. Liebe Ally,

      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar :) Es freut mich immer, wenn ich ein bisschen Inspiration bieten kann!

      Es ist gar nicht so leicht den Zeitaufwand wirklich zu beziffern, denn kochen läuft bei mir oftmals nebenher. Zu meiner Situation: Ich bin Studentin, arbeite aber nebenher und engagiere mich noch in ein paar Projekten, wo ich da noch die Zeit fürs Kochen hernehme, weiß ich eigentlich auch nicht immer, aber ich glaube das liegt zum einen daran, dass ich koche um zu entspannen, zum anderen aber auch daran, dass mein Zeitmanagement irgendwie stimmt.
      Der Zeitaufwand ist dabei recht unterschiedlich: zB Yofu braucht fast keine Zeit: Ich koche zwar wegen der Stichfestigkeit de Sojamilch vorher ein wenig ein, habe aber eine Joghurtmaschine, da muss ich eigentlich nur Gläser befüllen, reinstellen und die morgens von der Joghurtmaschine in den Kühlschrank packen.
      Ab und an koche ich Marmelade oder Früchte ein, das dauert dann schon manchmal einen ganzen Nachmittag, das kann man aber mit Hausarbeitstagen verbinden, denn man muss da ja nicht durchgängig am Herd stehen bleiben. Bei Aufstrichen ist es auch ganz unterschiedlich: Bei vielem reicht es ja schon, wenn man ein paar Zutaten zusammen in den Mixer wirft und das dann abfüllt, das hält sich dann aucb zwei Wochen und selbst mit abspülen und Gläser desinfizieren dauert das selten länger als eine halbe Stunde.
      Das was du beschreibst ist auch immer eine tolle Idee: Dinge vorbereiten, damit man sie später nutzen kann. Ich habe leider selbst keinen Tiefkühler, sonst würde ich das viel häufiger machen, so koche ich lediglich mal Hülsenfrüchte oder Kartoffeln vor, aber das erspart einem auch schon ziemlich viel Arbeit.
      Eigentlich passe ich meinen Lebensstil meinem Zeitkontingent an und das klappt auch ganz gut so. Ich denke man muss da nur seinen eigenen Rythmus finden :)

      Liebe Grüße und viel Erfolg für dein Abitur!

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    2. Danke für deine Antwort :)

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  7. toller blog, toller beitrag. hast ne neue leserin :)

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  8. Hallo liebe Cara,
    danke für diesen tollen und sehr hilfreichen Beitrag.
    Nachdem ich nun schon mehrere Monate vegan lebe, beginne ich nun, mich mit weiteren möglichen Verbesserungen meines Konsumverhaltens auseinanderzusetzen. Palmöl steht da ganz oben auf der Liste.
    Ich kaufe als Butterersatz meistens Alsan - die stellen ihre Bio-Variante (Alsan Bio in der grünen Verpackung) zwar auch aus Palmfett, Rapsöl und Kokosfett her, doch zum einen aus biologischem Anbau, und zum anderen beziehen sie das Palmfett nicht aus Indonesien oder Malaysiay, sondern aus Kolumbien, wo es scheinbar nachhaltigen und klimafreundlichen Anbau ohne die Rohdung von Wäldern gibt.
    Ich denke, solche Anbaugebiete sind genauso wenig die ultimative Lösung wie Alternativen wie Kokosöl, da eine extrem große Nachfrage so nicht gedeckt werden kann und das unweigerlich zu ähnlicher Zweckentfremdung des Begriffs "nachhaltig" führen würde wie es schon im Fall der Bio-Fleischwaren passiert ist. Aber in Maßen konsumiert, zum Beispiel dort, wo sich Margarine nur schwer ersetzen lässt (wie im Mürbeteig), ist es vielleicht doch eine kleine Lösung.

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