Montag, 26. März 2012

Alles Vegetarisch- Das 10 000-FB-Fans-Angebot

Man könnte ja meinen, dass ich von alles-vegetarisch Geld für meine Werbung bekomme, tu ich aber nicht.

Wenn ich ein tolles Angebot finde, teile ich das aber gerne und dieses Mal gibt es ein ganzes Paket, im Wert von knapp 30€ für 10€ (oder 9,50€ für VeBu-Mitglieder).

Ich müsste zwar nicht alles haben, was da drin ist, aber zB die Marshmallows wollte ich ewig schon versuchen und bisher waren sie mir immer zu teuer. Das Angebot läuft noch ein paar Wochen weiter, man kann auch mehrere Pakete bestellen und vielleicht gönne ich mir auch nochmal ein zweites, drittes oder viertes. 

Samstag, 24. März 2012

Wer Leder kauft fördert Sklavenarbeit


"Wer Schuhe aus Leder kauft, fördert damit Sklaverei und Tierquälerei. So drastisch fällt das Resümee einer Untersuchung europäischer Verbraucherschutzorganisationen (darunter der VKI) aus, für die 16 prominente Hersteller von Markenschuhen unter die Lupe genommen wurden. Vor allem bei der Rohstoffgewinnung - auf Rinderfarmen, in Schlachthöfen und Gerbereien - herrschen Zustände, die an den Feudalismus erinnern.
Moderne Sklavenhaltung geht so: Mit dem Versprechen hoher Löhne werden Arbeiter auf entlegene Rinderfarmen gelockt, zum Beispiel mitten im brasilianischen Regenwald. Dort sie sind von der Außenwelt völlig abgeschnitten, schuften ab dem ersten Tag, doch der Lohn bleibt aus. Wer nachfragt, wird misshandelt, bekommt weder zu essen noch zu trinken oder wird tagelang an einen Baum gefesselt."


Link zum Beitrag auf orf.at


Mich wundert ja kaum noch etwas; dass wieder auch Firmen, die sich damit rühmen transparent zu sein und laut Selbstverständnis nur Materialien aus guten bzw. besten Bedingungen verwenden, betroffen sind, überrascht auch nicht mehr. In dieser Hinsicht bin ich in den letzten Jahren und dank der Tatsache, dass Greenwashing mittlerweile zum guten Ton gehört, einiges gewöhnt. Weswegen sollte es also gerade bei Leder anders sein, welches ohnehin meist keine besonders gute Ökobilanz hat?
Da es für die Textilindustrie in die Kategorie "Rohprodukt" fällt, hinterfragen selbst kritischere Verbraucher die Herkunft selten. Ein analoges Beispiel findet sich auch bei Seide und Baumwolle.

Sind vegane Schuhe deswegen automatisch besser?
Nein, nicht zwangsläufig. Zwar fällt die Sklavenarbeit auf den Rinderfarmen, in den Schlachthäusern und so weiter weg, dass die Textilindustrie (zu der ich Schuhhersteller jetzt einfach mal zähle) mehr als nur ein bisschen fragwürdig ist, wenn es um Arbeitsbedingungen geht, ist auch längst kein Geheimnis mehr.
Auch dir Herkunft veganer Materialien ist nicht immer optimal, dafür aber oftmals leichter rückverfolgbar als bei Leder, das diverse Produktionsschritte durchlaufen muss.

Als Ausweg bietet sich aber beispielsweise an, fair oder in Europa produzierte vegane Schuhe zu kaufen, beispielsweise bei BBoheme

Mittwoch, 21. März 2012

Wie teuer ist vegan- mein Fazit

Nachdem ich ein wenig Auszeit bei meiner Familie genommen habe, Besuch hatte, den Um- und damit Wegzug meiner besten Freundin hier vor Ort hinter mich bringen musste und dann doch noch mit einer Grippe eine Woche das Bett gehütet habe, bin ich endlich mal dabei meine Auswertung zu schreiben.
Mir fehlen noch von nahezu allen, die mitmachen wollten die Daten, auch aus meinem Freundeskreis hatten ja einige zugesagt mitzumachen, aber ich bin einfach aufgrund der letzten Wochen nicht dazu gekommen nachzufragen. Die Endauswertung verzögert sich also nochmals.

Bleibt aber mein Fazit nach einem Monat:

Aufgerundet habe ich ca. für 123,20€ gegessen, das entspricht einem täglichen Budget von 4,10€.
Eingekauft habe ich für insgesamt: 124,73€, wobei davon noch einiges übrig geblieben ist, allerdings habe ich natürlich auch Vorräte der Vormonate verbraucht.
Eingerechnet habe ich bei meinen Essensportionen auch den entstehenden Abfall (also zB habe ich die Kosten für eine Zwiebel berechnet und das was ich wegschneide/-werfe nicht abgezogen). Das meiste (vor allem Obst und Gemüse, aber auch Brot) war bio, vieles sogar mit Bioland oder Demeter-Siegel ausgezeichnet.
Ohne jetzt mit dem leidigen Thema Gewicht anzufangen: Ich habe letzten Monat nicht abgenommen, insofern auch nicht unterkalorisch gegessen, andere Werte habe ich nicht berechnet.
Schwierig einzuschätzen ist, ob die Kosten einer Ernährung wie meiner nicht eventuell deutlich von der Jahreszeit beeinflusst werden. Ich kaufe viel regional, wobei vor allem im Winter der Anteil an nichtregionalen Lebensmitteln größer ist. Vor allem Obst gibt es, außer natürlich gelagertem, einfach nicht im Februar zu kaufen. Insofern werde ich auf alle Fälle verfolgen, ob sich meine Ausgaben in den kommenden Monaten reduzieren.
Im Großen und Ganzen habe ich das eingekauft, worauf ich Lust hatte. Ich habe nicht besonders gespart, allerdings schaut man ja immer ein wenig auf den Preis, das ist klar und manche Lebensmittel sind mir ihren Preis subjektiv einfach nicht wert. Davon abgesehen bin ich auch alles andere als reich, muss allerdings auch nicht so sehr auf mein Geld achten, dass ich beim Einkauf immer mitrechne oder gar ein Haushaltsbuch führen würde. Trotzdem liege ich unter dem Budget eines Hartz4-Empfängers, damit hätte ich ehrlich nicht gerechnet.

Ich habe den Eindruck, dass ich weit günstiger essen könnte, dass meine Ernährung soweit relativ ausgewogen ist, allerdings sind auch mir einige Schnitzer aufgefallen:

Zum habe ich bisher geglaubt, dass ich mehr "außergewöhnliche" Nahrungsmittel, also Dinge wie Quinoa oder Amaranth essen würde. Das muss ich in den nächsten Monaten etwas genauer beobachten (obwohl Amaranth in meinem Müsli enthalten ist).
Ich esse deutlich zu viele Nudeln. Das ist vermutlich vor allem der Bequemlichkeit geschuldet und auch der Tatsache, dass ich meistens abends ausgehungert heim komme und nicht extra noch eine Beilage kochen möchte, die ihre Zeit braucht. da bieten sich Nudeln mit unter 10 Minuten natürlich an, trotzdem: Darauf sollte ich mehr Augenmerk legen.
Meine Gemüse- und Obstauswahl finde ich ein wenig eingeschränkt. Allerdings schiebe ich das jetzt mal auf die Wintermonate, in denen einfach hauptsächlich Wurzelgemüse verfügbar ist, im Sommer gibt es zum einen mehr Auswahl und zum anderen mehr Marktstände mit Waren aus eigener Erzeugung, so dass ich im Moment auch einfach eine eingeschränkte Auswahl hinnehmen muss.
Was ihr nicht so sehr mitbekommen habt: Ich werfe noch immer zu viele Nahrungsmittel weg. Auch wenn sich die Rechnung am Ende gut ausgleicht, so tut sie das ja auch vor allem deswegen, weil ich meine Essensportionen großzügig berechnet habe. Da muss dringend eine Strategie her.
Insgesamt möchte ich eigentlich noch mehr Gemüse essen und versuche das auch zu forcieren, gerne darf auch das ein oder andere rohe dabei sein.

Montag, 5. März 2012

Wie teuer ist vegan - Ausblick

Ich bin die nächsten Tage familiär ziemlich eingespannt und vermutlich nicht in der Nähe eines Rechners, weswegen die Auswertung noch dauern wird.
Alle, die bisher durchgehalten haben, dürfen mir gerne ihre Ergebnisse schicken, denen die es schon gemacht haben (danke an euch, vor allem auch fürs mitdenken), möchte ich schonmal auf diesem Weg danken. Ich werde versuchen bis zum Ende der Woche endlich zurückzuschreiben.


Wie geht es bei mir weiter?

Ich überlege noch einen Monat dranzuhängen, werde aber die nächsten paar Tage nochmal darüber nachdenken müssen. Falls noch jemand einsteigen will - einfach schreiben.

Bis die Tage!

Wie teuer ist vegan - Tag 30

morgens:

Brot mit Margarine und Rucola: 0,60

mittags:

Rucolasalat:   0,80

nachmittags:

Kaffee (Arbeit): 0,-

abends:

Gemüse aus dem Backofen:     1,50

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gesamt: 2,90

Wie teuer ist vegan - Tag 29

morgens:

Cappucino mit Sojamilch (eingeladen), -

mittags:

Brot mit Casheesio& Margarine:   2,20

nachmittags:

1 Apfel: 0,20

abends:

Seitan (übrig vom Vortag), schwedische Kartoffeln: 0,60
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gesamt: 3,00

Einkauf:

Gemüse (Markt): 12,60
Brot:  3,65

Wie teuer ist vegan - Tag 28

morgens:

2 Äpfel:   0,40

mittags:

Gemüseeintopf mit Kartoffeln:    1,20

abends:

Burger mit selbstgemachtem Seitan:  1,40

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gesamt: 2,80

gesamt/Woche: 34,50 (liegt deutlich über den anderen Wochen wegen der Cafebesuche)

Einkauf: 26,50

Donnerstag, 1. März 2012

Wie teuer ist vegan - Tag 27

morgens:

Müsli mit Sojamilch    0, 80
 1 Apfel                     0,20


mittags:

2 Orangen:                 0,50
1 Cappucino mit Sojamilch: 2,80
1 Cola light:                2,20


abends:

Curry-Kürbis-Kokosmilchsuppe:       2,00
mit gerösteten Currykichererbsen:      0,70


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gesamt: 9,20

eingekauft: Kichererbsen (2x), Orangen, Mineralwasser, Koriander, Olivenöl, Kokosmilch:  9,04

Wie teuer ist vegan - Tag 26

So langsam nähere ich mich mit riesigen Schritten dem Ende. Um ehrlich zu sein, bin ich darüber recht froh, denn das was man so isst für alle zugänglich aufzuschreiben, ist schon irgendwie intim. Klingt komisch, oder? Ich muss gestehen, dass ich mir bestimmt den ein oder anderen Frust-Keks-Kauf gespart habe, weil ich den eben auch nicht aufschreiben wollte, schließlich habe ich mich beim Anblick dieses Bildes spontan wiedererkannt:





Wobei die Phase sowieso immer schwierig ist, weil man im Winter ja tendenziell mehr isst (ich zumindest) und so langsam mal wieder auf "Normalkost" umsteigen muss.



morgens:

Müsli mit Sojamilch:    0,80

vormittags:

1 Orange:   0,25

mittags:

Nudeln mit Braised-Tofu- Räuchertofu-Bolognese:   2,00

nachmittags:

1 Orange:   0,25

abends:

Rest der Nudeln:   1,00

dazu: Leitungswasser: 0

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gesamt: 4,30