Samstag, 7. April 2012

Wie teuer ist vegan - das Fazit

Leider hat der Rücklauf der Datensätze nicht ganz so gut funktioniert, wie ich gehofft hatte, weswegen auch der Vergleich zu teilveganen und unveganen Ernährungsweisen leider ausfallen muss. Da ich jeweils nur einen Datensatz zur Verfügung hatte, der sich so deutlich von dem Rest abgehoben hat und deswegen keine Vergleichbarkeit gewährleistet ist, habe ich mich entschieden, diesen Teil wegfallen zu lassen.

Allen, die an diesem Projekt teilgenommen haben möchte ich aber nochmals ganz herzlich danken.
Vielen Dank vor allem auch an CH von twoodledrum, die extra einen Blog  für dieses Projekt angelegt hat. Ihre mehr als detaillierte Auswertung findet ihr auf ihrem Hauptblog.

Kommen wir zu den Fakten:

Aus den eingeschickten Kostenaufstellungen ergibt sich ein Durchschnittswert von 150,05€.
Dabei ist allerdings zu beachten, dass die meisten eingesandten Daten im Bereich von ca. 130€ lagen. Der niedrigste eingesandte Wert betrug knapp 110€ für die monatliche Ernährung, während der höchste bei ca. 250€ angesetzt war (hierin waren ca. 50€ für das Essen in der Kantine enthalten).
Alle Teilnehmer kauften vorzugsweise bio und hauptsächlich in Supermärkten und kaum bis nicht in Discountern ein. Mich eingeschlossen gibt es eine hohe Affinität zu Rewe und DM, sowie Bioläden und Reformhäusern. Zusätzlich wurde von fast allen vermerkt, dass sie auch günstiger hätten einkaufen können, wenn Bedarf betanden hätte. Vor allem bei Schokolade und Kaffee achten die meisten zusätzlich auf fairen Handel.

Als kurze Information am Rande:
Nahezu alle Teilnehmer waren weibliche Studentinnen Mitte 20, der einzige weder weibliche noch studentische Proband machte dann auch sehr deutlich, dass mit einem höheren Einkommen und einem anderen Lebensstandard die Kosten für Nahrung doppelt so hoch ausfallen können. Das ist keine neue Erkenntnis und bestimmt bereits sozialwissenschaftlich gesichert und war insofern keine große Überraschung.

Nochmals: Das ganze ist, auch und vor allem aufgrund der geringen Zahl der auszuwertenden Datensätze und der nicht repräsentativen Versuchsgruppe, natürlich nicht repräsentativ, es ermöglicht aber einen durchaus realistischen Einblick in die Kostenstruktur veganer Ernährung.

Vielen Dank allen, die teilgenommen haben.
Sollten doch die ein oder anderen Datensätze noch verspätet eintreffen, werde ich den Beitrag und die Auswertung aktualisieren.

Freitag, 6. April 2012

Karfreitag mal anders und ein paar Osterkochtipps

Karfreitag ist ja so eine Sache. 
Ich selbst zähle mich zum ungläubigen Teil der Bevölkerung, so ganz leuchtet mir auch nicht ein, weswegen die Tatsache, dass ich tanzen oder spielen könnte irgendjemandem schadet. Insofern hat auch die Fastenzeit keine allzu große Bedeutung für mich. 

Allerdings ist das alles ein wenig ambivalent. Ich mag manche Traditionen, vollkommen losgelöst von ihrer christlichen Bedeutung. Dass viele Traditionen vom Christentum vereinahmt oder in seinem Sinne umgedeutet wurden, brauche ich ja nicht zu erwähnen und dass eine Abkehr vom Glauben gleich eine Abkehr von relevanten und liebgewonnenen Kulturgütern bedeuten soll, erschließt sich mir auch nicht ganz. 

Worauf ich hinaus will? 
Bereits im MoFo hatte ich ein eher unbekanntes wetfälisches Karfreitagsrezept gepostet: Struwen
Da heute Karfreitag ist und Fisch für mich aus bekannten Gründen flach fällt, habe ich das Rezept ein wenig abgewandelt. Statt Cranberries habe ich Schokostückchen in den Teig eingearbeitet, ich nehms mit dem cristlichen Fasten schließlich nicht so genau, dazu gab es Erdbeermarmelade von meiner Mutter, einen Kakao mit Amaretto und Reisschlagsoyatoo und fertig war das perfekte Essen für einen unheimlich regnerischen Tag.