Sonntag, 6. Januar 2013

Essen zwischen den Jahren



Auch für mich ist dieses Jahr zu Ende gegangen, ich bin geneigt "zum Glück" zu sagen. Ich schreibe hier nicht viel Privates, möchte aber doch kurz anmerken, dass 2012 mir vermutlich langfristig in Erinnerung bleiben wird - und das leider nicht ansatzweise im Guten. Mein 2012 stand unter dem Motto "lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen" und es kam knüppelhart schlimmer, denn was mit einem Paukenschlag begonnen hatte, wuchs sich zu einer mittelschweren Katastrophe aus und ich war das gesamte letzte Jahr damit befasst das wieder einigermaßen zu kitten. Jetzt stehe ich quasi wieder bei Null.

Trotzdem habe ich auch ein paar wenige schöne Dinge erfahren, den ein oder anderen netten Menschen kennengelernt (wie zB die liebe Carola) und einige Weichen neu gestellt.

Das nächste Jahr kann also nur noch besser werden und da der Abschluss meines Katastrophenjahres gefeiert werden musste (denn viel schimmer kann es jetzt wirklich nicht mehr kommen...) und auch durfte kommen hier meine (wenn auch nicht ganz vollständigen) Fotos:


Weihnachten artet bei meiner Familie immer in eine Fressorgie aus - Essen und Trinken ist elementarer Bestandteil unserer Feierlichkeiten und so sah es auch dieses Mal aus:

Als ich am 23. ankam, ging es abends zum Italiener ums Eck - der hat zum Glück Pasta mit Gemüse in Olivenöl&Knoblauch im Angebot, die Kellnerin grinst schon immer wenn sie mich sieht und sagt "ohne Käse!" - sehr angenehm!

Abends gings dann noch auf den Weihnachtsmarkt und in eine Kneipe - ich betrinke mich traditionell am 23. mit ein paar guten Freunden, wie immer haben wir alle zu tief ins Glas geschaut (viel zu tief!), aber es war ein legendärer Abend - trotz des "Privatkonzertes" einer mehr oder weniger weltbekannten 80iger-Band aus meiner Heimatstadt, das uns vom Nebentisch aufgenötigt wurde. 785 Feliz Navidad und ein paar Halbe und Kurze später ging es dann erstmal "unseren" Siegerpokal beim Pubquiz abholen (für den ich eher am Rande mitverantwortich war...) und danach auch wieder heim.

Den 24. starten wir mit dem traditionell mit dem Weihnachtseinkauf. Ich hatte meiner Mutter einen eher krakeligen Zettel hinterlassen, auf welchem ich vermerkt hatte, dass sie mich bitte wecken möge, obwohl ich erst 3h zuvor zurückgekommen war. Morgens um 7 in den Supermarkt, dann noch einen Abstecher in Richtung Bioladen und wir waren perfekt ausgestattet.

Vormittags wird dann der Baum geschmückt - wie jedes Jahr in rot:





Mittags gab es - wie immer - Wiener und Weißwürste. Für mich das Weißwurst-Pendant von Wheaty und die Wienerle von Taifun. Eigentlich mag ich die Weißwürstchen nicht sooooo gern (wobei sie nicht schlecht sind, ich mag nur andere von der Würze her lieber), aber Tradition ist Tradition!
Nachmittags habe ich die weltbesten Vanillekipferl von meiner lieben Frau Mama gegessen - sie hat sich breitschlagen lassen ihr geheimes Geheimrezept zu veganisieren und vorher bereits ein paar Vorkoster genötigt den Unterschied zu den nicht-veganen herauszufinden, die alle einhellig beschieden haben: schmecken gleich, die veganen waren anscheinend sogar noch ein kleines bisschen knuspriger!








abends gab es für meine Eltern Fisch- und für mich Käsefondue. Mein Bruder musste arbeiten, weswegen er erst am 25. dazukam. 



Von links nach rechts: Baguette, marinierte Tempehwürfel, Suppe vom Fischfondue (mein Vater hat sie extra vegan zubereitet, damit ich als Vorspeise auch was abhaben kann, schließlich kocht er nur einmal im Jahr - und zwar dieses Fischfondue, bzw. die zugehörige Brühe)), das Käsefondue von No Muh (das übrigens auch dieses Jahr wieder von meiner Mutter mitgegessen wurde, die es richtig lecker findet) und gefülltes Pizzabrot mit Knoblauch- (für die Knoblauchfans aka mein Vater und ich) und Oreganofüllung.
Obwohl meine Mutter mich tatkräftigst unterstützt hat, war die ganze Packung Fondue nicht kleinzukriegen, die wurde dann am Tag drauf zu Mittag vernichtet.



Eine der Lieblingstraditionen meines Vaters ist es exotische Früchte und Nüsse aus aller Herren Länder einzukaufen. Die werden dann, soweit möglich, über die Feiertage gegessen. 




Am 25. kam dann auch mein Bruder an, inklusive seiner Freundin, die ich bei der Gelegenheit kennenlernen durfte. Ob das Backen veganer Petits Fours ein Bestechungsversuch war oder nicht ist dabei ja nebensächlich, oder?


Nicht fotografiert habe ich (auch aus Höflichkeitsgründen) die folgenden Tage, aber ich will kurz auflisten was es dann noch so gab:

Am 26. lagen Bruder inklusive Freundin flach. Statt dem geplanten Raclette haben wir den Bestellservice bemüht, von dem ich ein eher mittelmäßiges Chinaessen bekommen habe. Das war weder schön genug, um fotografiert zu werden, noch besonders erwähnenswert war...
Um mich dafür zu trösten gab es dann abends noch eine riesige Portion Lupinesse-Walnuss!

Am 27. gabs dann Raclette - für mich mit No Muh Melty, Austernpilzen, Kartoffeln und diversen Gemüsesorten - leider habe ich auch da wieder vergessen meinen Fotoapparat zu zücken. Der Melty war mir für diese Verwendung fast ein wenig zu mild, vielleicht versuche ich es beim nächsten Mal doch lieber mit dem Rezent, letztes Jahr hatte ich das No Muh Due in die Racettepfanne gegeben und war ziemlich positiv überrascht.

Am 28. machten wir uns nachmittags Irish Coffee - ich liebe Irish Coffee und wollte unbedingt ein Foto machen, doch leider war meine Speicherkarte verschollen, da sie in die neue Kamera umziehen sollte und dabei irgendwo liegengeblieben war.

Am 29. ging es nochmals zum Essen zum Stammitaliener meiner Eltern, wieder mit Pasta und Gemüse in Knoblauch und Öl


Mein Silvester habe ich nach den ganzen stressigen Tagen dann daheim bei der Katze verbracht, die jedes Jahr bei der Böllerei im Dreieck springt und die ich deswegen nicht allein lassen wollte.






Als Vorspeise gab es Bruschetta: Ganz klassisch mit Tomaten, Basilikum und Knoblauch, dazu ein gutes Olivenöl - perfettamente



Und da mir natürlich die übrig gebliebenen Südfrüchte in Obhut gegeben wurden, gab es einen schnellen Hauptgang, der aber richtig lecker war: Pasta mit Avocadopesto (nach Chloe Coscarelli) und oben drauf Tofubällchen - dazu ein gutes Glas Wein und ein paar Löffel Zucchini-Relish!

Ein bis drei Gläschen Rotwein, dazu ein Zombiefilm und das neue Jahr konnte kommen.


Ich hoffe ihr hattet alle einen tollen Start ins Jahr 2013 und schöne Feiertage im Kreise eurer Lieben!

Kommentare:

  1. Hm, ich bin ja ein großer Fan von No Muh. Schmilzt der also richtig gut, wenn du ihn schon für Raclette verwendet hast? Hach, vielleicht mache ich dann auch mal wieder Raclette!

    Und: Sehr sehr lecker sehen die Spaghetti mit dem Avocado-Pesto aus. Das muss ich dringend mal ausprobieren!

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    1. Und: Ich wünsche dir ein sehr gutes 2013. Ab einem gewissen Punkt, kann es ja eigentlich nur noch besser werden, diese Erkenntnis hatte ich 2012 auch.

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    2. Ich fand ihn nicht so richtig überzeugend, er wird weich, aber er schmilzt nicht so wie richtiger Käse, im Gegensatz zu dem stinkigen Raclette-Käse, den der Rest der Familie hatte ist er auch sehr sehr mild... Geschmacklich kommt da das Fondue besser ran...

      Dann spielen wir eben 2013 beide Stehauf-Männchen :)

      Liebe Grüße

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  2. Also an das No Muh Fondue habe ich mich bisher nie ran gewagt. Bisher hat mir noch kein veganer Käse richtig geschmeckt. Aber vielleicht versuche ich das doch mal. Woher hast Du denn das Lupinesse-Walnusseis? Bei uns gibt es das nur in Schoko. Die Pasta mit Avocadopesto sehen köstlich aus.
    Liebe Grüße

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  3. Oh, ich bin auch ein totaler Knoblauchfan! Dein Essen sieht echt total toll aus, und die Kombination aus Tofubällchen und Avocadopesto zu Spaghetti werde ich bei Gelegenheit auch mal ausprobieren :)
    Hast du die Petit Fours selber gebacken oder die Freundin deines Bruders? Wüsste zu gerne das Rezept, wollte mich schon so lange an sowas versuchen!
    Alles Gute fürs neue Jahr!

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    1. nein, die sind von der Freundin meines Bruders, ich bin mir ziemlich sicher, dass sie das Rezept von Veganpassion hat ;) Zumindest hat mir meine Googlesuche nach Orangen-Passionsfrucht Petits Fours das ausgespuckt ud da mei Bruder und ich uns vor kurzem noch über den Blog unterhalten haben, liegt der Verdacht sowieso nahe!

      Das Avocadorezept ist von Chloe Coscarelli und sie hat es auch auf ihrem Blog veröffentlicht :)

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  4. Mein Papa kauft immer tonnenweise Schokolade im Werksverkauf. Um ihn wenigstens auf fairtrade umzupolen, haben mein Geschwisterkind und ich ihm zum Geburtstag Anfang Dezember Variationen für 10€ gekauft - unter anderem auch mit Reismilch etc.
    Väter sind schon was tolles ;)

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