Donnerstag, 31. Januar 2013

Vegan Wednesday#25


Gesammelt wird diese Woche bei Julia.

Ein neuer Mittwoch, diesmal wieder im Zeichen des Resteessens. Kennt ihr das? Ich reiße oft Packungen auf und der Rest wandert dann in den Kühlschrank, wo er fröhlich seinem Verfallsdatum entgegenwartet und an dem Tag, an dem es dann gerade noch gut aussieht muss ich die aberwitzigsten Kombinationen versuchen, damit ich nichts wegwerfen muss.
Diesen Mittwoch traf das Los den Feldsalat, die letzte Kugel Rote Beete, ein Viertel vom Tempeh-Block, ein großes Stück Räuchertofu und das letzte Virginia Steak:






morgens:





Rote Beeren Tee mit Stevia (kam so aus der Packung, Testpäckchen vom Reformhaus), Haferflocken und gepoppter Amaranth mit Yofu, gemahlenen Haselnusskernen, Kokosflocken und einer Kiwi






mittags:



Seit Ewigkeiten hatte ich ein Sushi-Kit im Schrank, das jetzt endlich mal zum Einsatz kam, wirklich professionell war das ganze nicht, dafür aber lecker:
Sushi mit Räuchertofu, Tempeh, roter Beete, Zucchini und Tahin
(nachmittags gabs dann den Rest davon)





abends:



Feldsalat mit kross gebratenen Tempeh-&Räuchertofuwürfeln



Dazu ein Virginia Steak (Wheaty), Reis und süßer Senf




Dienstag, 29. Januar 2013

Palmölvermeidungsstrategien Teil 3: Palmöl im Alltag

Vor dem letzten Teil der Reihe habe ich mich lange gedrückt und ich will gleich vorweg schicken, dass der Artikel nicht im Mindesten einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann, trotzdem möchte ich euch meine Informationen nicht vorenthalten.

Relativ bekannt dürfte noch sein, dass Palmöl und Stoffe die daraus hergestellt werden uns täglich umgeben und vor allem auch, analog zur Kosmetik, häufig in Reinigungsmitteln zu finden sind. Alles was nur ansatzweise wie Seife aussieht ist daher "verdächtig": Haushaltsreiniger, Waschmittel, Spülmittel und Co. 
Da, im Gegensatz zu Kosmetik oder gar Nahrungsmitteln, die Inhaltsstofflisten für den durchschnittlichen Nichtchemiker überhaupt nicht überschaubar sind, muss man sich hier zwangsläufig durch einen Dschungel von Produktanfragen kämpfen.
Alternativ bleibt natürlich die Option stattdessen auf garantiert palmölfreie Hausmittel zurückzugreifen, Essigwasser zum putzen wäre genauso eine Alternative wie das zurückgreifen auf alternative Waschmittel. Allerdings stellt sich hierbei dann natürlich wieder die Frage der Sinnhaftigkeit, denn nicht jede Alternative ist automatisch gut oder besser als das was man vermeiden möchte.
Eine ebenso simple wie preisgünstige Alternative zum herkömmlichen Waschmittel habe ich bisher nicht finden können, zwar gibt es neben relativ teuren palmölfreien Waschmitteln auch Möglichkeiten sich selbst welches herzustellen, so zB aus Kastanien oder Seifenkraut, das erfordert aber Zeit und Mühe und viel Planungsaufwand.
Wie man diesen Punkt löst muss man wohl selbst entscheiden, ich stehe da aktuell selbst noch vor einem Problem, da das Waschmittel welches ich bis dato gekauft habe nicht mehr hergestellt wird und ich noch keine für mich passende Alternative gefunden habe. Von alternativen Waschmitteln war ich bis dato nicht so sonderlich begeistert, vor allem weil mich die Reinigungswirkung nicht wirklich umgehauen hat (und ich dann auch keinen großen Sinn darin sehe Sachen mehrere Male zu waschen).
Generell schadet es hier aber auch nicht sparsam mit Waschmittel umzugehen. Auch im Sinne der Ressourcenschonung ist es nicht sinnvoll wenn man, überspitzt formuliert, jedes Teil das man aus dem Schrank gezogen hat augenblicklich in die Wäsche gibt.

Ein weiterer Punkt, der allerdings für die meisten weniger relevant sein dürfte und auch eher einen untergeordneten Stellenwert einnimmt, sind Kerzen. Ich erwähne sie hier vor allem der Vollständigkeit halber, habe aber bereits vor ein paar Monaten dem Problem Palmöl und der generellen Veganität von Kerzen einen eigenen Artikel gewidmet, auf den ich hier nochmals hinweisen möchte.
Falls jemand Bezugsquellen für vegane und nachhaltige Kerzen hat, so möge er sich doch bei mir melden, ich verlinke das dann gerne dazu!

Eine der größten Baustellen dürfte aktuell E10 sein, denn auch in den neuen "biologischeren" Sprit wird Palmöl gemischt.
Wie man das vermeiden kann, kann sich jeder selbst ausmalen: Mehr öffentlichen Nahverkehr nutzen, mal das Auto stehenlassen, Fahrrad fahren oder kleinere Strecken zu Fuß gehen. Die Liste ist ellenlang und jedem Kind bekannt.

Ein weiteres Problem ist, dass Palmöl mittlerweile auch zur Stromgewinnung genutzt wird. Die als gute Alternative zum Atomstrom verkauften Blockheizkraftwerke, die die Stromgewinnung dezentralisieren sollten und daher als ein Grundpfeiler der Energiewende gehandelt wurden, werden zum Großteil mit Palmöl betrieben. Ein Skandal, dem mittlerweile wenigstens insofern Abhilfe geschafft wurde, dass es seit 2012 für diese keine Vergütung nach dem Erneuerbare Energien Gesetz mehr gibt (mehr dazu hier).
Hier hilft eigentlich nur ein Umstieg auf Ökostrom, wobei man sich bei seinem Stromanbieter ganz genau anschauen sollte, aus welchen Quellen er seinen Strom bezieht und welche davon tatsächlich ethisch vertretbar und nachhaltig sind.

Neben diesen noch relativ leicht kontrollierbaren oder zumindest nachvollziehbaren Punkten wird Palmöl aber vor allem auch als technisches Fett verwendet und spätestens hier wird das Thema Palmöl undurchsichtig und kaum mehr verfolgbar, denn technisches Fett ist Ausgangsstoff vieler anderer Produkte und als solches im Endprodukt kaum mehr zu erkennen.
Wenn man sich daran erinnert, dass einem totes Schwein in Form von technischem Fett in allen möglichen Formen, von Zigarettenfilter bis Plastiktüte entgegenkommt, dann kann man ahnen, dass das Schmierfett für den Bahnverkehr nicht nur aus Schweineschwarte, sondern vermutlich auch aus Palmfett synthetisiert wird und dass die Verwendungsmöglichkeiten damit noch lange nicht erschöpft sind.
Es gibt viele Dinge in unserem Leben, bei denen wir nicht so genau wissen, woraus sie eigentlich genau bestehen, das fängt bei der Wandfarbe an, geht weiter über Farbstoffe auf einer Verpackung  und endet spätestens bei Matrerialien wie Schaumstoff, Silikon, Kunststoff und Co und so wie ich immer wieder mehr oder weniger entsetzt bin, dass ein bisher für unbedenklich gehaltener Gebrauchsgegenstand tierisches in sich trägt, so ist auch das Palmölthema ein für mich unendliches und in seiner Komplexität nicht zu überblicken.
Und, als ob das nicht schon schlimm genug wäre, dieser Punkt ist auch gleichzeitig der Größte, denn nahezu jedes Produkt, das man kauft hat eine Verpackung von der man nicht genau weiß, wo sie herkommt, selbst die Papiertüten bei meinem Biobauern sind it einer Farbe bedruckt, die theoretisch palmölhaltig sein könnte, von den Klebstoffen ganz zu schweigen.
Das Problem ist: Wir können nur den geringsten Teil der Sachen kontrollieren, mit denen wir tagtäglich zu tun haben, weil wir den Einbick in die Herstellungsbedingungen gar nicht haben und weil auf jedes gelöste Problem ein Rattenschwanz anderer Probleme folgt.

Was aber sollen wir mit dem Wissen tun?
Um ehrlich zu sein bin ich auch manchmal geneigt den Kopf in den Sand zu stecken und mir zu überlegen, ob es denn tatsächlich Sinn macht wegen 5g Margarine auf einen Keks zu verzichten, wo doch der Ofen des Alternativkekses ebenso mit Strom angetrieben wurde und die Packung vielleicht sogar noch ein Stück weiter gekarrt werden musste, so dass die Palmölbilanz dann doch wieder zu seinen Ungunsten ausschlägt.
Allerdings halte ich es hier mittlerweile so wie mit meinem Veganismus: Ich kann mich immer nur für die vertretbarste Alternative entscheiden. Dazu gehört aber auch, dass ich mich konkret informiere und nicht wild Alternativen nehme, die schlussendlich vielleicht sogar nicht schlechter sind als das, was ich ersetzen möchte.
Zu einem mündigen Verbraucher gehört vor allem, dass man sich informiert und vernünftig abwägt. Danach kann man dann entscheiden, was für einen selbst noch tragbar ist und was man nicht mehr leisten kann.


Weiterlesen:

Teil 1: Nahrungsmittel
Teil 2: Kosmetik

Sonntag, 27. Januar 2013

Vegan Wednesday #24 - das Board









Nicht ganz so riesig wie mein letztes aber doch mit einer ähnlich gravierenden Verspätung (sorry dafür): das Board zum 24. Vegan Wednesday ist fertig und kann ab jetzt auf Pinterest bewundert werden!
Mit dabei waren dieses Mal 32 Teilnehmer, die unterschiedliche Gerichte, Rezepte und Fotos gepostet haben, einen bunten Überblick über das vegane Essen eben!


Wie, wo und wann es weitergeht erfahrt ihr wie immer bei Facebook (aber ich verrate es jetzt schon, bei Julia auf ihrem brandneuen Blog)


Neu dabei ist diese Woche Lea, ein ganz herzliches Willkommen und auf viele weitere gemeinsame Mittwochsfotografierereien!


Vielen Dank an alle Teilnehmer, es war mir eine Ehre eure Fotos zu pinnen! 

Donnerstag, 24. Januar 2013

Kokosjoghurt - veganer Sahnejoghurt aus Kokosmilch







Ich bin schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einer Alternative zu Sojajoghurt und bin bei meinen Recherchen immer wieder auf eine kaufbare Kokos-Alternative aus den USA gestoßen. Dank dem Veganz ist der mittlerweile auch in Deutschland erhältlich, da Berlin und Frankfurt für mich aber ähnlich ungünstig gelegen liegen, hab ich mich auf die Rezeptsuche im Internet begeben und siehe: Kokosjoghurt geht auch im Hausverfahren.

Etwas skeptisch habe ich mich ans ausprobieren gewagt und der Test hat mich geschmacklich auf voller Linie überzeugt:


1. Variante (3 Zutaten) 

2 Dosen pure Kokosmilch (keine E-Nummern, etc. mit möglichst hohem Proteinanteil (meine hatte 3,6g/100g), ca. 20% Fett)
125g Yofu (alternativ probiotisches Pulver)
1,5 EL Agavendicksaft

So wirds gemacht:

1.Kokosmilch im Topf aufkochen und ca. 1h leicht köcheln lassen, dann auf Handwärme abkühlen lassen
(dauert eine ganze Weile), die optimale Temperatur zum beimpfen liegt bei 42°, danach NICHT wieder aufkochen
2.Sojajoghurt&Agavendicksaft einrühren (am besten mit einem Schneebesen, damit auch wirklich alles gut verteilt ist), in (saubere!) Gläser umfüllen und ab in den Joghurtbereiter
Wer keinen Joghurtbereiter hat kann entweder seinen Backofen nehmen (auf 50° vorheizen, Joghurtgläser reinstellen und ca. 8-12h kultivieren/ziehen lassen) oder die Gläser in Handtücher einschlagen und auf die Heizung/Kachelofen stellen, unten habe ich noch ein Rezept verlinkt, das im SlowCooker gemacht wird.



2. Variante (festeres Ergebnis)

Zubereitung wie oben, allerdings wird nach dem aufkochen pro 300ml Flüssigkeit ein gehäufter TL Kichererbsenmehl zugegeben

das Ergebnis wird durch die Zugabe noch deutlich cremiger, laut Link (siehe unten), soll die Festigkeit aber auch maßgeblich vom Fettgehat der Kokosmilch abhängig sein. Eventuell muss man etwas rumexperimentieren, in den Links ist aber auch ein Rezept für Kokosjoghurt aus Kokosfleisch und Kokoswasser verlinkt.



Geschmacklich ist der Kokosjoghurt ziemlich genau das was ich erwartet habe: Joghurt mit Kokosgeschmack.
Die Konsistenz deckt sich mit Sahnejoghurt (kein Wunder, bei dem natürlichen Fettanteil von Kokosmilch...), wobei die erste Variante etwas weniger fest war.
Für deftige und salzige Rezepte (zB Tsatsiki) dürfte der Kokosgeschmack zu dominant sein, für Süßspeisen ist er aber perfekt!
Über die Kalorienangabe schweige ich mich hier lieber aus...

An den Rezepten hab ich mich orientiert:

Kristen's Raw - Roher Kokosjoghurt aus Kokosfleisch und -wasser
Zubereitung im SlowCooker
Stonesoup - Grundrezept



Vegan Wednesday #24




Ein neuer Mittwoch, ein neuer Vegan Wednesday.
Infos zum Vegan Wednesday gibt es hier, Aktuelles gibt es immer auf Facebook (und wir freuen uns über Fans) und die bisherigen Boards könnt ihr bei Pinterest bestaunen.





Frühstück: 


Start in den Tag mit: Kirsch-Holunder-Tee, selbstgemachtem Kokosjoghurt mit Kiwi und Granatapfel und einem (zugegeben klumpigen) Matcha-Shake







Mittagessen:




Reis mit Sojagyros (viana) und Pilzen, dazu Flügelbohnen und Rote Beete







Abendessen:



Das Abendessenfoto war so schlecht, dass ich gleich nochmal nen tollen Effekt drübergebastelt habe ;)
Da man nicht erkennen kann was es war kommt hier die Auflösung:
Grünkernbratlinge (Fertigmischung aus der Packung) mit selbstgemachtem Zucchini Relish, dazu Bratkartoffelspiralen (mit dem Spiralen-Aufsatz von Lurch gehobelt) mit Räuchertofu und Zwiebeln

Nachts hab ich mir dann noch ein Schüsselchen Mandelmilchreis gegönnt, allerdings ohne Bild.




Dienstag, 22. Januar 2013

Vegan Wednesday #24 - hier wird gesammelt!



Hallo ihr Lieben!


Morgen ist Mittwoch und Mittwoch heißt: Vegan Wednesday! Gesammelt wird dieses Mal bei mir, ganz kurz die "Mitmachregeln" im Überblick:
Du fotografierst, was du den Tag über isst, erstellst einen Post auf deinem Blog (alternativ lädst du die Fotos in ein öffentliches Fotoalbum (verlinken nicht vergessen!) oder auf unsere FB-Page hoch) und verinkst das ganze in den Kommentaren unter diesem Post.

Einsendeschluss ist wie immer der kommende Samstag (26.1.), bis 0.00h kann definitiv noch gepostet werden, solange ich noch am pinnen bin macht ein wenig Verspätung aber -wie immer- nichts.

Besucht uns auch auf unserer FB-Seite oder lasst euch von den bisherigen Boards auf Pinterest inspirieren!

Wir freuen uns schon auf eure Beiträge!

Dienstag, 8. Januar 2013

Vegan Wednesday, das Monsterprojekt - euer Feiertagsboard ist fertig (endlich)!










Es stecken ein paar Stunden Arbeit drin und ich habe selten soviel über ein Programm geflucht wie in den letzten paar Tagen über Pinterest, das mich immer wieder boykottiert hat. Aber jetzt ist es endlich fertig, das Pinterest-Board zur Feiertagssammelaktion!
Ich habe, wie versprochen, viel mehr gepinnt als sonst und so sind wir dieses Mal bei der stolzen Anzahl von 242 Pins angelangt, allerdings bitte ich um Verständnis, dass ich dieses Mal (im Gegensatz zu sonst) nur gepinnt habe was auch tatsächlich von Pinterest ausgelesen werden konnte, wer also das ein oder andere Foto vermisst, sorry, aber das extra runter- und dann wieder hochzuladen war mir dann doch ein bisschen zu stressig bei der Masse an Fotos, die es zu bearbeiten gab. Allerdings sind natürlich alle Beiträge, die eingereicht wurden, auch entsprechend gewürdigt worden, denn ich habe dieses Mal tatsächlich fast jedes Gericht gepinnt! Sollte ich bei der Masse an Beiträgen tatsächlich jemanden übersehen haben, bitte ganz laut "hier" schreien. :)

Wie und bei wem es in den nächsten Wochen weitergeht erfahrt ihr natürich wie immer auf unserer Facebookseite.


Ich hoffe dass das Board in Zukunft vielen Veganern helfen wird, wenn sie auf der Suche nach einem Festtagsessen sind und dass alle Beteiligten Spaß am fotografieren hatten und noch viel Spaß beim stöbern haben werden.

Ich falle jetzt erstmal erschöpft ins Bett! Alles Liebe, auch fürs neue Jahr!

Sonntag, 6. Januar 2013

Essen zwischen den Jahren



Auch für mich ist dieses Jahr zu Ende gegangen, ich bin geneigt "zum Glück" zu sagen. Ich schreibe hier nicht viel Privates, möchte aber doch kurz anmerken, dass 2012 mir vermutlich langfristig in Erinnerung bleiben wird - und das leider nicht ansatzweise im Guten. Mein 2012 stand unter dem Motto "lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen" und es kam knüppelhart schlimmer, denn was mit einem Paukenschlag begonnen hatte, wuchs sich zu einer mittelschweren Katastrophe aus und ich war das gesamte letzte Jahr damit befasst das wieder einigermaßen zu kitten. Jetzt stehe ich quasi wieder bei Null.

Trotzdem habe ich auch ein paar wenige schöne Dinge erfahren, den ein oder anderen netten Menschen kennengelernt (wie zB die liebe Carola) und einige Weichen neu gestellt.

Das nächste Jahr kann also nur noch besser werden und da der Abschluss meines Katastrophenjahres gefeiert werden musste (denn viel schimmer kann es jetzt wirklich nicht mehr kommen...) und auch durfte kommen hier meine (wenn auch nicht ganz vollständigen) Fotos:


Weihnachten artet bei meiner Familie immer in eine Fressorgie aus - Essen und Trinken ist elementarer Bestandteil unserer Feierlichkeiten und so sah es auch dieses Mal aus:

Als ich am 23. ankam, ging es abends zum Italiener ums Eck - der hat zum Glück Pasta mit Gemüse in Olivenöl&Knoblauch im Angebot, die Kellnerin grinst schon immer wenn sie mich sieht und sagt "ohne Käse!" - sehr angenehm!

Abends gings dann noch auf den Weihnachtsmarkt und in eine Kneipe - ich betrinke mich traditionell am 23. mit ein paar guten Freunden, wie immer haben wir alle zu tief ins Glas geschaut (viel zu tief!), aber es war ein legendärer Abend - trotz des "Privatkonzertes" einer mehr oder weniger weltbekannten 80iger-Band aus meiner Heimatstadt, das uns vom Nebentisch aufgenötigt wurde. 785 Feliz Navidad und ein paar Halbe und Kurze später ging es dann erstmal "unseren" Siegerpokal beim Pubquiz abholen (für den ich eher am Rande mitverantwortich war...) und danach auch wieder heim.

Den 24. starten wir mit dem traditionell mit dem Weihnachtseinkauf. Ich hatte meiner Mutter einen eher krakeligen Zettel hinterlassen, auf welchem ich vermerkt hatte, dass sie mich bitte wecken möge, obwohl ich erst 3h zuvor zurückgekommen war. Morgens um 7 in den Supermarkt, dann noch einen Abstecher in Richtung Bioladen und wir waren perfekt ausgestattet.

Vormittags wird dann der Baum geschmückt - wie jedes Jahr in rot:





Mittags gab es - wie immer - Wiener und Weißwürste. Für mich das Weißwurst-Pendant von Wheaty und die Wienerle von Taifun. Eigentlich mag ich die Weißwürstchen nicht sooooo gern (wobei sie nicht schlecht sind, ich mag nur andere von der Würze her lieber), aber Tradition ist Tradition!
Nachmittags habe ich die weltbesten Vanillekipferl von meiner lieben Frau Mama gegessen - sie hat sich breitschlagen lassen ihr geheimes Geheimrezept zu veganisieren und vorher bereits ein paar Vorkoster genötigt den Unterschied zu den nicht-veganen herauszufinden, die alle einhellig beschieden haben: schmecken gleich, die veganen waren anscheinend sogar noch ein kleines bisschen knuspriger!








abends gab es für meine Eltern Fisch- und für mich Käsefondue. Mein Bruder musste arbeiten, weswegen er erst am 25. dazukam. 



Von links nach rechts: Baguette, marinierte Tempehwürfel, Suppe vom Fischfondue (mein Vater hat sie extra vegan zubereitet, damit ich als Vorspeise auch was abhaben kann, schließlich kocht er nur einmal im Jahr - und zwar dieses Fischfondue, bzw. die zugehörige Brühe)), das Käsefondue von No Muh (das übrigens auch dieses Jahr wieder von meiner Mutter mitgegessen wurde, die es richtig lecker findet) und gefülltes Pizzabrot mit Knoblauch- (für die Knoblauchfans aka mein Vater und ich) und Oreganofüllung.
Obwohl meine Mutter mich tatkräftigst unterstützt hat, war die ganze Packung Fondue nicht kleinzukriegen, die wurde dann am Tag drauf zu Mittag vernichtet.



Eine der Lieblingstraditionen meines Vaters ist es exotische Früchte und Nüsse aus aller Herren Länder einzukaufen. Die werden dann, soweit möglich, über die Feiertage gegessen. 




Am 25. kam dann auch mein Bruder an, inklusive seiner Freundin, die ich bei der Gelegenheit kennenlernen durfte. Ob das Backen veganer Petits Fours ein Bestechungsversuch war oder nicht ist dabei ja nebensächlich, oder?


Nicht fotografiert habe ich (auch aus Höflichkeitsgründen) die folgenden Tage, aber ich will kurz auflisten was es dann noch so gab:

Am 26. lagen Bruder inklusive Freundin flach. Statt dem geplanten Raclette haben wir den Bestellservice bemüht, von dem ich ein eher mittelmäßiges Chinaessen bekommen habe. Das war weder schön genug, um fotografiert zu werden, noch besonders erwähnenswert war...
Um mich dafür zu trösten gab es dann abends noch eine riesige Portion Lupinesse-Walnuss!

Am 27. gabs dann Raclette - für mich mit No Muh Melty, Austernpilzen, Kartoffeln und diversen Gemüsesorten - leider habe ich auch da wieder vergessen meinen Fotoapparat zu zücken. Der Melty war mir für diese Verwendung fast ein wenig zu mild, vielleicht versuche ich es beim nächsten Mal doch lieber mit dem Rezent, letztes Jahr hatte ich das No Muh Due in die Racettepfanne gegeben und war ziemlich positiv überrascht.

Am 28. machten wir uns nachmittags Irish Coffee - ich liebe Irish Coffee und wollte unbedingt ein Foto machen, doch leider war meine Speicherkarte verschollen, da sie in die neue Kamera umziehen sollte und dabei irgendwo liegengeblieben war.

Am 29. ging es nochmals zum Essen zum Stammitaliener meiner Eltern, wieder mit Pasta und Gemüse in Knoblauch und Öl


Mein Silvester habe ich nach den ganzen stressigen Tagen dann daheim bei der Katze verbracht, die jedes Jahr bei der Böllerei im Dreieck springt und die ich deswegen nicht allein lassen wollte.






Als Vorspeise gab es Bruschetta: Ganz klassisch mit Tomaten, Basilikum und Knoblauch, dazu ein gutes Olivenöl - perfettamente



Und da mir natürlich die übrig gebliebenen Südfrüchte in Obhut gegeben wurden, gab es einen schnellen Hauptgang, der aber richtig lecker war: Pasta mit Avocadopesto (nach Chloe Coscarelli) und oben drauf Tofubällchen - dazu ein gutes Glas Wein und ein paar Löffel Zucchini-Relish!

Ein bis drei Gläschen Rotwein, dazu ein Zombiefilm und das neue Jahr konnte kommen.


Ich hoffe ihr hattet alle einen tollen Start ins Jahr 2013 und schöne Feiertage im Kreise eurer Lieben!