Dienstag, 27. August 2013

Vegan Month of Food 2013

Noch bin ich ein bisschen unsicher ob ich das MoFo-Burnout des letzten Jahres wirklich schon überwunden habe - trotzdem, auch wenn ich mir vorgenommen habe es dieses Jahr etwas langsamer angehen zu lassen, ich platze förmlich vor Aufregung - ein neuer VeganMofo (was ist das?) steht vor der Tür und ich bin natürlich wieder mit dabei! 

Dieses Jahr gibt es auf meinem Blog auch wieder ein besonderes Motto und zwar: 

Ich hoffe darauf, dass dieses Jahr viele deutsche Blogs am Mofo teilehmen und für alle die sich kurzfristig entscheiden: noch ist die Anmeldung offen!

Meine Beiträge der letzten Jahre findet ihr hier (2011) und hier (2012).

Sonntag, 11. August 2013

Das Board #51



Und da ist es - das Board zum 51. Vegan Wedneday ist fertig und es ist, nach meiner bescheidenen Meinung, ein besonders schönes geworden! 

Tolle sommerliche Gerichte und leckere Rezepte sind auch diese Woche wieder nicht zu knapp vertreten - meine Highlights findet ihr wie immer auf dem Board und die ganzen Posts entweder in der Kommentaren unter dem Sammelpost oder ihr Klickt euch durch Pinterest - viel Spaß und bis zum nächsten Mal!


Und besucht uns in der Zwischenzeit doch auch Mal auf Facebook!

Donnerstag, 8. August 2013

Veggie-Tag! Ein Angriff auf die individuelle Freiheit?

Das aktuelle Sommerlochthema zum Wahlkampf scheint gefunden. Die Grünen haben ihr Wahlprogramm mit der Forderung nach einem "Veggie-Tag" veröffentlicht und damit einen weitreichenden Proteststurm losgetreten. Die Reaktionen reichen von ungläubigem Kopfschütteln, über die reflexartigen "Ökospinner" und "Gutmenschen"-Rufe, vornehmlich aus dem "liberal"-konservativ-rechtslastigen Lager, bishin zu Nazivergleichen.

Und schon sieht man sich in den Kommentaren und Artikeln zu dem Thema wieder der üblichen Rechtfertigungsschleife ausgesetzt - Klima, Tierwohl, Welthunger. Mit den immer gleichen Argumenten wird für Verständnis dafür geworben, dass ein solcher Vorstoß ja nicht böse oder unfreundlich oder freiheitsbeschneidend gemeint wäre, sondern lediglich dem Gemeinwohl diene. Aber ist das Problem denn nicht ein anderes? Die Phrasendrescherei beider Kontrahenten hat sich in den letzten Monaten, spätestens seit Foer und Douve, eigentlich immer wieder nur im Kreis gedreht - beide Seiten tragen die immer gleichen Argumente vor und reden dabei offensichtlich am anderen vorbei, denn wo der eine mit Freiheit und Sinneslust, bzw. deren Beschneidung und Verteufelung argumentiert, kontert die Gegenseite mit altruistischen und gesundheitsbezogenen Motiven.

Aber, um mal beim konkreten Thema zu bleiben, ist dieser Aufstand denn wirklich nötig? Man sollte sich die Diskussion von einem etwas weniger emotionalen Standpunkt aus ansehen und nach kurzem durchatmen kurz darüber nachdenken was hier eigentlich gefordert oder vielmehr vorgeschlagen wird: Mensen, Kantinen und Co soll ein Anreiz dafür geboten werden einen Tag in der Woche fleischfrei zu gestalten. Das heißt nicht, dass es eine irgendwie geartete Verpflichtung dazu geben muss, aber das heißt, um das weiter zu konkretisieren, noch nicht einmal, dass irgendjemand an einem Tag in der Woche gezwungen wird eine vegetarische Mahlzeit einzunehmen, denn Kantinenessen ist kein Zwang und den meisten steht es frei sich anderweitig zu versorgen oder das Würstchen für den obligatorischen Eintopf eben von daheim mitzubringen, falls die Kantine wirklich alternativlos sein sollte. Es heißt erst recht nicht, dass ein ganzer Tag die Woche fleischfrei bleiben muss. Vielmehr geht es um ein Essen an einem Tag in der Woche.
Die Diskussion verkennt außerdem, dass in öffentlichen Einrichtungen immer und zu jeder Zeit für einen selbst entschieden wird was er isst oder auch nicht, denn das Angebot ist immer limitiert, aber keiner käme auf die Idee einen Angriff auf die FDGO zu wittern, nur weil es an einem Tag der Woche standardmäßig keine Nudeln zur Auswahl gibt.
Das reflexartige Gegeifere der Massen, die befürchten die bösen Grünen könnten ihnen ihr Fleisch vom Teller stehlen ist vor diesem Hintergrund vollkommen übertrieben, es ist vor allem übertrieben wenn man bedenkt, dass man an jeder Ecke und bei jedem Bäcker eine fleischhaltige Mahlzeit bekommt, wenn man denn Wert darauf legt. Es geht nicht ums verbieten, sondern darum dass Bewusstsein geschaffen werden soll, für die ganzen Probleme die immer und immer wieder in diversen Artikeln und Diskussionen auf den Tisch geworfen werden und um die jeder halbwegs informierte Mensch weiß. Ob er dann am Veggie-Tag der Kantine fern bleibt oder sich nicht doch zu einem Teller Spaghetti mit Tomatensoße überzeugen lässt, bleibt ihm selbst überlassen.

Ich bin kein Grünen-Wähler aber der Vorwurf, dass die Grünen irgendjemandem das Fleisch verbieten wollen ist absurd. Der Großteil der Deutschen möchte weniger Fleisch essen und ein Veggie-Tag in Kantinen könnte hier eine willkommene Abwechslung und Unterstützung bieten, vorausgesetzt die Köche werden entsprechend geschult und bieten nicht die immer gleichen drei Gerichte oder setzen einem (wie man es als Nicht-Fleischesser auch oft genug erlebt hat) einen ungewürzten Block Tofu vor. Es gibt, auch wenn in den aktuell geführten Diskussionen oftmals lakonisch etwas anderes behauptet wird, durchaus auch für Fleischesser schmackhafte vegetarische Gerichte - vollkommen ohne sonderbare Zutaten wie Tofu oder Seitan, selbst die deutsche Küche bietet einige leckere Klassiker die vollkommen ohne Fleisch auskommen.

Es geht bei dieser Diskussion doch auch schon lange um vielmehr als nur um Fleisch oder Nicht-Fleisch, respektive Geschmack. Ansonsten müssten ähnliche Proteststürme losbrechen wenn mal ein Kartoffel- oder Pommes-freier Tag vorgeschlagen würde, aber die darunter liegende Diskussion ist eine andere und sie ist auf Dauer eine, der wir uns wohl stellen müssen. Durch panikartige Reaktionen auf Vorstöße a la Veggietag wird die Diskussion aber nicht verschwinden, so wie sie nicht durch Kommentare, die verordneten Veganismus für alle fordern, aus der Welt geschafft werden wird. Die größten und intensivsten Kritker kommen, scheint mir, aus dem liberal-libertären Lager, sie argumentieren mit einem Freiheitsbegriff, der in meinen Augen lediglich Konsum-Freiheit heißen dürfte. Dahinter verbirgt sich der dringende Wunsch nicht in dem beschnitten zu werden was man tun möchte, bw. sowieso schon tut und bitte nicht mit Hintergrundinformationen zu den Themen belästigt zu werden. Aber der liberale Gedanke sollte auf einem ganz anderen Menschenbild fußen: auf Personen, die Entscheidungen nicht nur aus dem Bauch und aus Hedonismus heraus treffen, sondern vor allem aus moralischen Überzeugungen, aus einem klugen Abwägen nicht nur zwischen Alternativen, sondern eben auch aus den Folgen der eigenen Handlungen. Den schönsten Freiheitsbegriff hat wohl Michael Ede in der Unendlichen Geschichte geprägt. Nicht "tu WAS du willst" sondern "tu was du WILLST" und dieses Element des Wollens umschließt eben mehr als nur den eigenen Vorteil, es beinhaltet auch Abwägungen darüber wie eigene Handlungen ausstrahlen. Und hier bleibt nur die Frage stehen, ob diese Abwehrhaltung nicht lediglich ein Beharren auf einer Position ist, die sich lediglich wünscht nicht über die Folgen der eigenen Entscheidungen und Verhalten aufgeklärt zu werden - uninformierte Genusssucht ohne Rücksicht auf Verluste - und ob das große Wort "Freiheit" nicht nur als eine Art Schutzschild missbraucht wird, weil in seinem Windschatten so viele Ängste und Emotionen mitschwingen.

Das erschreckende hierbei ist aber eigentlich, dass gerade die hier in Gefahr gesehene Freiheit die gleichen politischen Akteure in keiner Weise zu einer ähnlich drastischen Reaktion herausgefordert hat, als es um den kürzlich bekannt gewordenen Abhör-Skandal ging. Oder um es mit den Worten eines Kommentators bei Zeit Online zu sagen: "Mir egal ob man meine Post durchsucht, Hauptsache ich kann weiter Wurst grillen".

Mittwoch, 7. August 2013

Vegan Wednesday #51 - hier wird gesammelt!



Sorry, ihr Lieben! 

Heute sind wir viel zu spät dran, tut uns fürchterlich leid. Hoffentlich habt ihr trotzdem dran gedacht Fotos zu machen? Dann einfach her mit euren Beiträgen - bis Samstag nachts wird noch gesammelt und ich freue mich schon darauf das neue Board!