Freitag, 25. April 2014

#insideout - who made my clothes?



Leichte Jacke von Tom Tailor - Made in India und ohne nähere Information
Ballonrock von Bitte Kai Rand - Made in China ohne nähere Information
Der Rock ist tatsächlich schon so alt, dass er wohl noch vor der Emanzipation der chinesischen Textilindustrie gefertigt wurde.


T-Shirt mit Katzen von ThokkThokk


Am 24. April 2013 stürzte in Bangladesh das Rana Plaza, ein neunstöckiges Gebäude das unter anderem von der Textilindustrie genutzt wurde, ein. 1127 Menschen starben, über 2000 wurden teils schwer verletzt. 

Das Unglück machte betroffen, war doch klar, dass die unter teils unwürdigen Bedingungen arbeitenden Textilarbeiterinnen nicht zuletzt für den europäischen Markt produzieren. Entsprechend groß war die Resonanz - die abendlichen Diskussionsrunden in Fernsehen und Kneipen zerrten das Thema immer wieder hervor. Ein Jahr später ist von den Boykottschwüren nicht viel geblieben. Plakatwände werben wie eh und je mit Billigklamotte und Textildiscounter erfreuen sich nach wie vor größter Beliebtheit. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Auch teurere Marken lassen in Sweatshops produzieren und 50€ mehr für ein Shirt sind keine Garantie für faire Arbeitsbedingungen.

Pünktlich zum traurigen ersten Jubiläum erinnert uns deswegen die Kampagne Fashion Revolution daran, dass unsere Klamotten nicht einfach auf der Stange im Geschäft wachsen. Die Idee ist dabei ganz einfach: Man dreht die Kleidung nach innen, zeigt die Waschzettel mit den Herstellerinformationen, aber auch die Nähte, die irgendjemand irgendwo auf der Welt genäht und uns damit eine Klamotte geschaffen hat.

Zugegeben, so sehr begeistert hat mich die Idee nicht, den ganzen Tag in umgedrehten Sachen herumzulaufen, die Wahrscheinlichkeit, dass mich jemand für schlicht wahnsinnig hält ,war einfach deutlich größer, als dass es wirklich zu einem anregenden und interessanten Gespräch aufgrund einer Nachfrage gekommen wäre. Und da ich gerade niemanden zur Hand hatte, der mich in umgedrehten Klamotten fotografieren hätte können, gibt es einfach Fotos der Waschschildchen meines heutigen Outfits.
Nächstes Jahr gehe ich hoffentlich etwas besser vorbereitet in den Fashion Revolution Day.

Vergesst nicht die Seite der großartigen Kampage auf Facebook zu liken!


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