Donnerstag, 24. April 2014

Lesenswertes am Donnerstag

Fashion Revolution Day

Unter dem Motto: Turn your clothes insideout and ask brands 'who made your clothes?' findet dieses Jahr der erste Fashion Revolution Day statt.
Vor genau einem einem Jahr war in Bangladesh am Rana Plaza ein mehrstöckiges Gebäude eingestürzt. Viele Textilarbeiter, die dort unter unvorstellbaren Bedingungen gearbeitet hatten, starben bei dem Unglück.
Im Nachklang wurde viel über die Textilindustrie berichtet, die Schattenseiten des Modewahns der Industrieländer beleuchtet und Besserung gelobt. Mittlerweile ist die mediale Berichterstattung abgeebbt und die Plakatwände wieder voll mit T-Shirts für 4,99€.

Fashion Revolution
Fashion Revolution auf facebook

(Mein eigener Beitrag kommt im Laufe des Tages)


Wirbel um das Neuland-Siegel

Unter dem Tierschutzsiegel 'Neuland' sind konventionell gemästete Hühner verkauft worden. Auslöser des Skandals war wohl, dass ein Vertragsmäster die bestellten Mengen nicht liefern konnte. Um einiges dramatischer finde ich, dass das wohl niemand nachrechnet. Tatsächlich muss dem Verband bekannt sein, wie viele Tiere gehalten und entsprechend produziert werden können. Bei solchen Pannen stellt sich durchaus die Frage, was sonst noch so alles falsch etikettiert wird.


Mehr im Spiegel


Veganismus als "Ersatzdroge" für Esstörungen?

Für etwas Wirbel hat vor ein paar Tagen ein Artikel von Katharina Röggla gesorgt, der vor dem Hintergrund feministischer Argumentation weibliche Beweggründe für Veganismus und Essstörungen vergleicht und Parallelen zieht.

Durchaus bemerkenswert ist dabei Rögglas Argumentation und in vielem hat sie zweifelsfrei Recht. Einen wichtigen Kritikpunkt sprechen aber nahezu alle Kommentare an, stellvertretend zitiere ich maja:

"irgendwie ist es echt ein bißchen nervig, wenn mir hier unterschwellig eingetrichtert werden soll, daß die entscheidung kein tier zu essen, im endeffekt nicht von der fähigkeit herrührt, mich als vernunftbegabtes wesen dazu zu entschließen, sondern nur als diätopfer.
vor allem... wieso sollte das nur auf veganismus zutreffen? veganismus ist eben NICHT nur eine diät für die selbstveredelung (was ja hier angedeutet wird), sondern (zumindest bei mir) ein entschluß auf tierquälerei/mord in meiner ernährung zu verzichten. so wie ich mich eben auch entscheide keine schokolade zu essen oder kleidung zu tragen, die grausam produziert wird (kinderarbeit)"


Rögglas Artikel
Besprechung von standard.at


Neue Kampagne von United Creatures

Unter dem Titel "Arme Schweine" läuft aktuell eine Kampagne an, die sich mit der betäubungslosen Ferkelkastration befasst.
Vor allem meine Leser aus Österreich möchte ich auf diese Aktion aufmerksam machen, denn diese Praxis gehört mit zu den fragwürdigsten und dennoch am unproblematischsten behebbaren Auswüchsen der industriellen Tierhaltung.


Mehr Infos gibt es hier:
Arme Schweine
United Creatures

1 Kommentar:

  1. Das macht mich komplett agressiv, denn ich wage es auch, mich öffentlich auf meiner Seite über meinen doch recht ansehnlichen Gewichtsverlust zu freuen, allerdings betrachte ich diesen als unverdienten aber tollen Nebeneffekt für meine Umstellung von vegetarisch auf vegan. Angesichts des Tierleids, das ich in den vergangenen, omnivoren Jahren und dann meiner relativ kurzen vegetarischen Zeit verursacht habe plagen mich immer noch Schuldgefühle, aber ich bin auch froh, dass ich meine Entscheidung vegan zu leben, zügig und mir selbst gegenüber kompromißlos, getroffen habe. Ein Zurück gibt es für mich nicht mehr, denn ich will nie wieder Auftraggeber für Tierleid und-mord sein.

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