Samstag, 25. Januar 2014

Vegan Wednesday - gegen den Winterblues








Vor dem Ende der Deadline noch kurz zusammengezimmert:



Frühstück: Kaffee, Früstücksbrei (Früchte von Alnatura), Kiwi









Mittagessen: Orchiette mit Fenchel-Sahnesoße und hefigen Mandelstreuseln







abends: Feldsalat, Kartoffelpuffer und Rührtofu mit Champignons


Sonntag, 19. Januar 2014

Vegan Wednesday Spezial - winterlicher Kartoffelsalat





Dieses Rezept ist ein Beitrag zum Vegan Wednesday Themenboard im Januar:

Winterrezepte

Falls auch du ein Rezept teilen möchtest, kannst du das noch bis zum 31.1. tun. 



Kartoffelsalat in winterlich? Kein Problem mit dem Rezept meiner Großmutter - nur leider erinnert der Riesenpott Remoulade, den das Rezept im Original benötigt, kalorientechnisch eher an das 7-Schichten-Salatrezept der Familie Eriksen (Achtung, hier versteckt sich ein unveganes Rezept).
Den winterlichen Touch erhält dieser Salat durch die beigemengte Endivie - klassisch wird er in meiner Familie zu Fischgerichten serviert, ich habe ihn mit Falafeln gegessen und fand die Kombi mindestens genauso gut. Wer die omaüberlieferte Variante probieren möchte ersetzt einfach das Yofu-Dressing durch ein Glas Remoulade, bzw. die entsprechende Menge selbstkreierte vegane Remoulade. 






Kartoffel-Endivien-Salat


4 große, gekochte Kartoffeln (kalt), in mundgerechten dünnen Scheiben
1 Endivie, in Streifen (wer ungern bitter isst, schneidet den Strunk großzügig weg)


250g Natur-Yofu (nicht den mit Vanille-Aroma!)
2 kleine Zwiebeln, feine Würfel
2 EL Gewürzgurke, feine Würfel
2TL körniger Senf
1TL Kapern, gehackt
2EL Olivenöl
3 EL Kräuter (Dill, Petersilie&Estragon), fein gehackt
Salz&Pfeffer&Zitronensaft


1) zuerst das Dressing anrühren: dazu den Yofu in eine Schale geben und Senf und Olivenöl gut darin verrühren

2) Zwiebeln, Gurke, Kapern unterrühren, dann die Kräutr unterheben und mit Salz, Pfeffer&Zitronensaft abschmecken

3) Kartoffelscheiben und Endivienstreifen dazugeben, alles gut vermengen und nochmals abschmecken

Der Salat schmeckt am Besten, wenn er Gelegenheit hat ein paar Stunden zu ziehen!


Samstag, 4. Januar 2014

Gerupfte Hasen und geschredderte Küken - wieso wir uns (nicht) an "Kleinigkeiten" abarbeiten (sollten)

Pünktlich zum Fest gab es den nächsten Tierschutzskandal, präsentiert von Peta: Undervocer-Aufnahmen aus China zeigten, dass Angorawolle nicht ausgekämmt oder geschoren wird, wie sich das wohl der Durchschnittsverbraucher dachte, sondern auf ziemlich gruselige Weise ausgerupft. Die miserablen Haltungsbedingungen, die der Hintergrund der Aufnahmen andeutete waren dann auch erst gar kein Thema mehr, denn das Geschrei der Kaninchen war schon schockierend genug.

Prompt folgte die Zusage diverer Bekleidungsfirmen künftig auf Angora-Wolle verzichten zu wollen, ähnlich wie schon das Vorgehen beim mulesing-Skandal.
Der Verbraucher war geschockt: das hatte er nicht gewollt und auch nicht erwartet, aber, die Frage sei erlaubt, was erwartet der Verbraucher denn eigentlich?

Es kommt schon einer systematischen Verleugnung gleich, dass hier nicht  eins und eins zusammengezählt wird. Egal um welche Tierhaltungsform es geht, jede hatte bisher ihre Skandale und Enthüllungen, die an sich nur eine mehr oder minder widerwärtige Facette auf der Skala der ethischen Untragbarkeiten beleuchtet haben.
Die Frage ist, weswegen niemand gewillt ist das große Ganze zu sehen und sich stattdessen lieber auf romantisierende Vorstellungen zurückzieht, wie "dem kleinen Familienbetrieb auf dem Land bei dem der Bauer die Kühe noch persönlich kennt." Viel hätte ich zu sagen über die kleinen Betriebe auf dem Land, die ich als Kind kennengelernt habe, von verdreckten Ställen und ganzjähriger Anbindehaltung, von rechtswidrigen Schlachtmethoden und winzigen Schweinekoben, aber das ist hier nicht das Thema.

Es geht vielmehr um die Frage, weswegen keiner gewillt ist zu verstehen, dass das System "Tierproduktion" diese Art des Vorgehens erfordert, um wirtschaftlich arbeiten zu können und dass es kontraproduktiv ist den Menschen immer nur kleine Facetten der Grausamkeit zu präsentieren, ohne das große Ganze in Frage zu stellen. Der Verbraucher scheint der irrigen Vorstellung erlegen zu sein, dass bis auf diese wenigen Ausnahmen schon alles in Ordnung ist, dass es sich um bedauerliche Einzelfälle handelt. 
Aber es gibt einen Grund warum die Tierproduktindustrie mit bunten Werbebildchen und nicht mit tatsächlichen Aufnahmen in die Offensive geht - dem Verbraucher lässt sich die Realität nur schwer verkaufen. Die Art der Tierproduktion, die notwendig ist um den Markt zu bedienen, ist in keiner Weise das was sich der Otto-Normalkonsument vorstellt, wenn er von der "Natürlichkeit einer omnivoren Ernährung"  schwadroniert. Trotzdem gelingt der gedankliche Sprung nicht, von der Ebene der Vielzahl an Skandalen, Skandälchen und Enthüllungen hin zu einer reflektierenden Gesamtschau des Systems.
Stattdessen scheinen diese Ereignisse psychisch so verarbeitet zu werden, dass sie affirmativ die Annahme, dass "eigentlich schon alles in Ordnung" und "im Großen und Ganzen tragbar wäre" bestätigen und so das System zu stützen, frei nach dem Motto "Ausnahmen bestätigen die Regel."

Insofern funktioniert der (meist zeitweilige) Boykott bestimmter Produkte vor allem als Gewissensberuhigung und erlaubt einem sein Selbstbild vom "ethisch bewussten Konsumenten" aufrecht zu erhalten, während man sich in anderer Hinsicht gar nicht erst über die Produktionsbedingungen informiert oder den Hinweis darauf mit einem "ich mach aber doch schon so viel und enthalte mir soviel vor" wegwischt.
Dass aber das (meist zufällig) ausgewählte Boykottprodukt nur einer der krankhaften Systemauswüchse ist, wird hierdurch geleugnet und der Verzicht zu einer Art Systemopposition verklärt, die in Realität aber systemstützend fungiert, da sie die großen Zusammenhänge leugnet und sich irgendwann selbst auflöst, wenn das "Skandälchen" lang genug her und die Angorastulpen günstig und schön genug sind. Was davon bleibt ist eine Blase die zerplatzt, kein Bewusstsein wurde geschaffen, nicht an der große Frage gerüttelt. Stattdessen erlebt man sich durch den kurzzeitigen Verzicht als "guten, bewusst handelnden und informierten Menschen" und bestätigt sein Selbstbild - man gewinnt, Tier verliert.

Auf der Jagd nach Medienpräsenz (und damit verbundenen Spendengeldern) schneiden sich die Tierrechtsorganisationen also in gewisser Weise ins eigene Fleisch, da sie durch die Herausstellung einzelner "Aufdeckungen" das Gegenteil von dem Erreichen, was sie eigentlich bezwecken (sollten?).
Wir müssen unser Vorgehen ändern, wir müssen wagen die große Fragen zu stellen und Verbindungen auch zu "themenfremden" Komplexen herstellen und vor allem brauchen wir einen kritischeren Umgang mit uns selbst.

Mittwoch, 1. Januar 2014

Essen zwischen den Jahren


nerdiger Weihnachtskartenumschlag




Hallo ihr Lieben, 

auch von mir gibt es einen kleinen Überblick über das Essen während der Feiertage. Gesammelt wird dieses Mal bei Cookies (die sich übrigens auch für diese zauberhafte Logo-Variante verantwortlich zeichnet!)- wer noch einen Beitrag und Fotos über hat und gerne sein Feiertagsessen für unser Jahreswechsel-Board beisteuern möchte, kann das bei ihr tun. 

Aufgrund fehlenden Lichts (und großen Hungers) ist die Fotoqualität stark schwankend:



Wheaty-Braten, Rotkohl, Kartoffelpü, Champignonsoße









Grünkohl&Kartoffeln mit Veggie-Würstchen und Veggie-Kassler










Pasta Bolocado (Bolognese&Avocadopesto)







Warmer Frühstücksbrei (Alnatura), Obstsalat & Tee






Frühstück: Kaffee, Kaki, Grießbrei mit Zimt&Zucker






Silvester-Vorspeise: Bruschetta aus der Pfanne








Hauptgang: gebratene Austernpilze, Pizzabrot mit mediterraner Guacamole und sahniges Fenchelgemüse








Dessert: Tiramisu (frei nach dem Rezept von totally veg!



Und so hat es geschmeckt:






Winterrezepte - das Sammelboard




Da wir das Team erweitert haben, gibt es endlich etwas Kapazitäten für tolle Sammelboards und dieses ist ein relativ kniffliges: Winterrezepte! 

Viel wächst ja nun nicht in unseren Breitengraden und eigentlich ist die Winterzeit ja relativ "weihnachtslastig" und wird entsprechend von Plätzchen- und Bratenrezepten dominiert. Spätestens im Januar kommt man aber doch wieder dazu sich mit der etwas dürftigen "regional"-Auslage beim Gemüsehändler zu befassen.
Regional und saisonal essen ist nie so schwer wie im Winter und jede Region hat ihre eigenen Rezepte. Jetzt wollen wir eure sehen!

Euren veganen Rezept-Post könnt ihr bis zum 31.1.2014 unter diesem Beitrag verlinken.
Ich erstelle dann ein Pinterest-Board mit all euren tollen Rezeptideen, zum stöbern, staunen und inspirieren lassen.

À la cuisine!



Übrigens: Wir planen jetzt für jeden Monat ein Extra-Sammelboard und würden und über eure Themenvorschläge freuen.